Der Smartphone-Markt steht vor einer massiven Konsolidierung. Wie interne Berichte und offizielle Statements der Unternehmen bestätigen, verliert Realme seine Eigenständigkeit und wird wieder vollständig in das Ökosystem von OPPO integriert. Ab dem dritten Quartal soll das neue Branding „Realme by OPPO“ weltweit sichtbar werden.
Zurück zu den Wurzeln
Realme startete 2018 ursprünglich als Untermarke von OPPO, um vor allem junge Käufer und den indischen Markt zu erobern. Nach dem rasanten Aufstieg zur eigenständigen Marke folgt nun die Kehrtwende. Der Grund ist simpel: Effizienz. Durch die Zusammenlegung der Ressourcen, der Lieferketten und vor allem des After-Sales-Services (Kundendienst) sollen massiv Kosten eingespart werden. In China werden Realme-Kunden künftig direkt in den über 5.000 OPPO-Service-Centern bedient.
OnePlus: Zwischen „Never Settle“ und Konzernvorgaben
Auch bei der Kultmarke OnePlus bleibt kein Stein auf dem anderen. Während Realme bereits klare Fakten schafft, wird bei OnePlus intern noch über die genaue Ausrichtung diskutiert.
- Die Strategie: OPPO soll künftig die Speerspitze für Kamera-Innovationen (Hasselblad-Kooperation) bilden, während OnePlus sich wieder stärker auf Performance und Gaming konzentriert.
- Das Lineup: Erste Auswirkungen sind bereits spürbar. So wurde das nächste Foldable (OnePlus Open 2) zugunsten des baugleichen OPPO Find N5 strategisch neu eingeordnet. Zudem verdichten sich die Gerüchte über eine neue „Turbo“-Reihe von OnePlus, die rein auf Leistung getrimmt ist.
Auswirkungen auf Launch-Termine und Produkte
Die Umstrukturierung auf Konzernebene hat direkte Folgen für Sie als Käufer:
- Launch-Timelines: Viele Veröffentlichungen werden derzeit harmonisiert, um interne Konkurrenz zu vermeiden. Rechnen Sie mit verschobenen Terminen im Laufe des Jahres.
- Software: Die Annäherung von ColorOS (OPPO) und OxygenOS (OnePlus) wird sich voraussichtlich weiter verschärfen, auch wenn die Markennamen der Oberflächen vorerst bleiben.
- Produkt-Portfolio: Es ist zu erwarten, dass wir weniger „Doppelentwicklungen“ sehen. Wenn ein Gerät unter einem Label erscheint, wird die Schwestermarke in diesem Segment vermutlich pausieren oder ein deutlich anderes Profil zeigen.
Für den Endverbraucher ist dies eine Nachricht mit zwei Seiten. Einerseits sorgt die Integration für einen besseren Service (OPPO-Infrastruktur für Realme-Nutzer). Andererseits schwindet die Vielfalt. Wenn Marken wie Realme und OnePlus zu reinen „Abteilungen“ von OPPO degradiert werden, droht der lebendige Wettbewerb innerhalb des Konzerns verloren zu gehen.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
