Ende einer Ära: ASUS stellt Smartphone-Produktion ein

Lange Zeit galten sie als Geheimtipp für Enthusiasten und Gamer – nun zieht ASUS endgültig den Stecker. Wie der Vorsitzende Jonney Shih offiziell bestätigte, wird der Hersteller in Zukunft keine neuen Smartphones mehr entwickeln. Der Fokus verschiebt sich radikal in Richtung Künstliche Intelligenz und Robotik.

Was sich in den letzten Wochen bereits durch Gerüchte aus der Zuliefererkette in Taiwan abzeichnete, ist nun traurige Gewissheit für alle Fans der Marke. Auf einer feierlichen Gala zum Jahresabschluss in Taipeh verkündete der ASUS-Vorsitzende Jonney Shih die strategische Neuausrichtung des Konzerns: Neue Modelle der Zenfone-Reihe oder der beliebten ROG Phones wird es künftig nicht mehr geben.

Strategischer Schwenk: „Physical AI“ statt Android-Handys

Der Grund für den Ausstieg ist kein mangelndes technisches Know-how, sondern eine nüchterne betriebswirtschaftliche Entscheidung. Während der Smartphone-Markt unter extremem Preisdruck und steigenden Komponentenkosten (insbesondere bei RAM und Flash-Speicher) leidet, sieht ASUS seine Zukunft in der sogenannten „Physical AI“.

Der Konzern plant, seine Forschungs- und Entwicklungskapazitäten massiv umzuschichten. Im Fokus stehen künftig:

  • Kommerzielle PC-Systeme: Stärkung des Kerngeschäfts mit Fokus auf KI-Integration.
  • Robotik: Entwicklung intelligenter, autonomer Maschinen.
  • Smart Glasses: KI-gestützte Brillen als neue Form des mobilen Computings.

Gute Nachrichten für Bestandskunden

Trotz des Produktionsstopps müssen aktuelle Besitzer eines ASUS-Geräts keine Angst vor einem plötzlichen Support-Ende haben. Der Hersteller betonte ausdrücklich, dass die Verpflichtungen gegenüber dem Kunden weiterhin erfüllt werden. Wer ein Zenfone 12 Ultra oder ein Modell der ROG Phone 9-Serie besitzt, erhält weiterhin:

  1. Regelmäßige Software-Updates und Sicherheitspatches.
  2. Vollen Zugriff auf den Kundenservice und technische Unterstützung.
  3. Umfassende Garantieleistungen im Falle eines Defekts.

Rückblick: Ein Erbe voller Innovationen

Mit dem Rückzug verliert der Markt einen der mutigsten Akteure. ASUS war bekannt dafür, mit Konventionen zu brechen – sei es durch die einzigartige Flip-Kamera früherer Zenfone-Modelle oder durch die ROG-Serie, die den Standard für mobiles Gaming mit Schultertasten und externen Kühlern definierte. Zuletzt war ASUS einer der wenigen Hersteller, die mit dem Zenfone noch kompakte High-End-Flaggschiffe anboten, während die Konkurrenz fast nur noch auf Riesen-Displays setzte.

Für ASUS ist der Abschied vom Smartphone kein Rückzug, sondern ein Angriff auf neue Märkte. Der Konzern will die „vierte industrielle Revolution“ anführen. Während das ROG Phone 9 und das Zenfone 12 Ultra somit zu Sammlerstücken werden dürften, bleibt abzuwarten, ob ASUS im Bereich der KI-Robotik eine ähnlich prägende Rolle spielen kann wie im Gaming-Segment.


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