Thronwechsel bei den Smartphones: Übernimmt Apple dauerhaft die Smartphone-Marktfürherschaft?

Mit einem historischen Rekordquartal hat Apple zum Jahresbeginn 2026 die Finanzwelt erschüttert. Während der Konzern aus Cupertino den langjährigen Rivalen Samsung vom Spitzenplatz verdrängt hat, fragen sich Experten nun: Ist dieser Vorsprung zementiert oder nur eine Momentaufnahme?

CUPERTINO. Es sind Zahlen der Superlative, die Apple-Chef Tim Cook am vergangenen Donnerstag präsentierte. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (das das wichtige Weihnachtsgeschäft 2025 umfasst) erzielte der Konzern einen Umsatz von 143,8 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der wichtigste Motor dieses Erfolgs war erneut das iPhone, das allein 85,3 Milliarden Dollar in die Kassen spülte.

Der Sturz des Königs

Besonders prestigeträchtig ist die Tatsache, dass Apple laut aktuellen Daten von Marktforschern wie Counterpoint Research und IDC das Jahr 2025 offiziell als weltweiter Marktführer nach Stückzahlen abgeschlossen hat. Mit einem Marktanteil von rund 20 Prozent konnte Apple den südkoreanischen Giganten Samsung (19 Prozent) erstmals seit über einem Jahrzehnt dauerhaft auf den zweiten Platz verweisen.

Besonders beeindruckend ist dabei die Performance in Märkten, die lange als schwierig galten:

  • China-Comeback: Entgegen aller Unkenrufe stiegen die Erlöse in Greater China um satte 38 Prozent. Das iPhone belegt dort aktuell die ersten drei Plätze der meistverkauften Smartphones in urbanen Regionen.
  • Indien-Boom: In dem bevölkerungsreichsten Land der Welt verzeichnete Apple neue Rekordwerte und baut seine Präsenz durch neue Flaggschiff-Stores massiv aus.

Die Strategie: Marge vor Masse

Was Apples Position so einzigartig macht, ist die Diskrepanz zwischen Marktanteil und Gewinn. Während das Unternehmen „nur“ jedes fünfte weltweit verkaufte Smartphone stellt, schöpft es Schätzungen zufolge über 80 Prozent des gesamten Gewinns der Mobilfunkbranche ab. Ein Insider kommentierte trocken: „Es macht eben einen Unterschied, ob der Topseller ein iPhone 17 Pro Max ist oder ein günstiges Einstiegsgerät der Konkurrenz.“

Mit einer installierten Basis von mittlerweile über 2,5 Milliarden aktiven Geräten hat Apple ein Ökosystem geschaffen, das Kunden durch Services wie iCloud, Apple Music und die neue „Invisible AI“-Integration (in Kooperation mit Google) langfristig bindet.

Dauerhafte Führung oder zyklisches Hoch?

Trotz der Euphorie warnen Analysten vor zu viel Siegesgewissheit. Für das restliche Jahr 2026 zeichnen sich Herausforderungen ab:

  1. Komponenten-Knappheit: Steigende Preise für Speicherchips (NAND/DRAM) und Engpässe bei 3-Nanometer-Prozessoren könnten die Produktion bremsen.
  2. KI-Wettlauf: Während Apple auf eine tiefe, fast „unsichtbare“ Systemintegration setzt, drängen Samsung und chinesische Hersteller mit aggressiven, KI-zentrierten Hardware-Features auf den Markt.
  3. Produkt-Timing: Wie bereits berichtet, könnte die strategische Verschiebung des Standard-Modells des iPhone 18 auf das Jahr 2027 kurzfristig Dellen in die Absatzkurve schlagen, da das Portfolio im Herbst 2026 dünner besetzt sein wird.

Apple hat bewiesen, dass seine Premium-Strategie auch in einem volatilen Marktumfeld funktioniert. Ob der Konzern dauerhaft die Nummer eins bleibt, wird davon abhängen, ob das erste faltbare iPhone („iPhone Fold“) im kommenden Herbst die hohen Erwartungen erfüllen kann und ob die Kunden bereit sind, die durch Chip-Engpässe bedingten Preiserhöhungen mitzutragen. Vorerst jedoch sitzt der König fest im Sattel.


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