Qualcomm mit Rekordumsatz: KI und Automotive gleichen iPhone-Sorgen aus

Der US-Halbleiterriese Qualcomm hat seine Bücher für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 geöffnet. Trotz eines schwierigen Marktumfelds und globaler Lieferkettenprobleme bei Speicherchips konnte das Unternehmen die Erwartungen der Analysten beim Gewinn übertreffen und einen neuen Umsatzrekord aufstellen.

Die nackten Zahlen: Ein Quartal der Superlative

Qualcomm lieferte im vergangenen Quartal eine starke Performance ab, die vor allem durch das Premium-Segment bei Smartphones und ein massives Wachstum im Automobilsektor getragen wurde:

  • Rekordumsatz: 12,25 Milliarden US-Dollar (+5 % im Vorjahresvergleich).
  • Gewinn pro Aktie (Non-GAAP): 3,50 US-Dollar (erwartet wurden 3,40 US-Dollar).
  • Nettoergebnis: 3,0 Milliarden US-Dollar.
  • Ausschüttungen: Rund 3,6 Milliarden US-Dollar flossen in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen an die Aktionäre zurück.

Die Treiber: Mehr als nur Smartphones

Während Qualcomm traditionell stark von Mobiltelefonen abhängig ist, zeigt die Diversifizierungsstrategie von CEO Cristiano Amon deutliche Früchte.

1. Automotive-Sparte auf der Überholspur

Das Automobilsegment ist der heimliche Star des Berichts. Mit einem Rekordumsatz von 1,1 Milliarden US-Dollar (+15 % im Jahresvergleich) festigt Qualcomm seine Rolle als wichtiger Partner für die Autoindustrie. Besonders hervorgehoben wurde die neue Partnerschaft mit Volkswagen, die Qualcomm als primären Technologieanbieter für die kommende Software-Defined-Vehicle-Architektur (ab 2027) vorsieht.

2. QCT (Chip-Sektor) und IoT

Die Sparte QCT (Qualcomm CDMA Technologies) erzielte 10,6 Milliarden US-Dollar. Das Wachstum bei IoT-Geräten (+9 %) zeigt, dass der Hunger nach vernetzten Geräten und Smart Glasses ungebrochen ist.

Die Schattenseite: Trüber Ausblick sorgt für Kursrutsch

Trotz der Rekordzahlen reagierte die Aktie nachbörslich mit einem deutlichen Minus von zeitweise über 7 %. Grund hierfür ist der vorsichtige Ausblick auf das laufende zweite Quartal:

  • Speicher-Engpässe: Weltweite Knappheit und steigende Preise bei DRAM-Speichern belasten die Produktion von Smartphones. Qualcomm rechnet daher mit geringeren Chip-Lieferungen an seine Partner.
  • Umsatzprognose: Für das nächste Quartal erwartet das Unternehmen nur noch 10,2 bis 11,0 Milliarden US-Dollar – Analysten hatten im Schnitt mit 11,1 Milliarden gerechnet.

Qualcomm transformiert sich erfolgreich vom reinen Smartphone-Zulieferer zum breit aufgestellten KI- und Automotive-Player. Der aktuelle Kursrückgang spiegelt eher kurzfristige Sorgen über die Lieferkette wider als eine Schwäche des Geschäftsmodells. Besonders die Übernahme von Alphawave Semi im letzten Quartal unterstreicht den Ambitionierten Plan, nun auch im Rechenzentrum-Markt massiv anzugreifen.


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