Es ist Februar 2026, und wer vor einem Jahr prophezeit hätte, dass wir heute wieder über „backsteinförmige“ Smartphones diskutieren, hätte vermutlich ungläubige Blicke geerntet. Doch der Blick auf den aktuellen Markt zeigt ein klares Bild: Der Hype um die sogenannten „Thin Phones“ oder „Slim Modelle“ ist ins Stocken geraten.
Der „iPhone Air“-Dämpfer: Ein Experiment auf Eis
Im September 2025 versuchte Apple, mit dem iPhone Air (oft auch als iPhone 17 Slim bezeichnet) eine neue Ära einzuläuten. Das Ziel: Ein Gerät, das so dünn und leicht ist, dass man es in der Hosentasche kaum spürt. Der optische „Wow-Effekt“ war gewaltig, doch die Ernüchterung folgte prompt.
- Verkaufszahlen: Berichte aus der Lieferkette deuten darauf hin, dass die Nachfrage weit hinter den Erwartungen zurückblieb. Ein Grund war der Preis: Der Nutzer musste für weniger Hardware (kleinerer Akku, oft nur eine Kamera) mehr bezahlen als für ein Standardmodell.
- Verschiebung: Aktuelle Informationen besagen, dass Apple die Entwicklung des Nachfolgers („iPhone Air 2“) vorerst pausiert oder auf 2027 verschoben hat. Der Fokus liegt nun wieder auf der Pro-Serie, da der Kunde Leistung offensichtlich über Schlankheit priorisiert.
Samsung und Xiaomi: Physik schlägt Design
Auch die Konkurrenz hatte ehrgeizige Pläne. Das Samsung Galaxy S25 Edge sollte mit nur 6,4 mm Dicke glänzen. Doch der breite Markteinstieg blieb aus – in vielen Regionen, darunter auch Deutschland, wurde es nur als limitierte „Special Edition“ positioniert oder gar nicht erst gelistet.
Xiaomi ging noch einen Schritt weiter und testete Prototypen mit einer Dicke von nur 5,5 mm. Doch der chinesische Hersteller zog im Januar 2026 die Notbremse. Der Grund:
- Die Akku-Revolution: 2026 ist das Jahr der 7.000-mAh-Akkus. Neue Silizium-Kohlenstoff-Batterien erlauben enorme Kapazitäten, benötigen aber dennoch ein gewisses Volumen. Ein Nutzer, der zwei Tage Laufzeit gewohnt ist, möchte für ein schickes Design nicht wieder zum täglichen Laden zurückkehren.
- KI und Hitze: Moderne KI-Chips wie der Snapdragon 8 Elite Gen 5 erzeugen unter Last enorme Wärme. In einem ultra-dünnen Gehäuse fehlt der Platz für effiziente Kühlsysteme (Vapor Chambers). Ein Smartphone, das bei der kleinsten Rechenaufgabe „unangenehm heiß“ wird, findet beim Kunden keinen Anklang.
Die Evolution: Von „Dünn“ zu „Faltbar“
Bedeutet das das Ende der Slim-Technologie? Keineswegs. Die Ingenieure haben gelernt, dass die Technik der Thin Phones an anderer Stelle viel dringender benötigt wird: bei den Foldables.
Statt ein klassisches Smartphone immer dünner zu bauen, wird die Technologie nun genutzt, um Falt-Handys im geschlossenen Zustand so schlank wie ein normales Telefon zu machen. Das Xiaomi MIX Fold 5 zeigt dies eindrucksvoll: Aufgeklappt misst es weniger als 5 mm. Hier ergibt die Schlankheit Sinn, da sie das massive Volumen eines faltbaren Geräts ausgleicht.
Der Traum vom papierdünnen Smartphone ist 2026 vorerst an der Realität gescheitert. Der moderne Kunde entscheidet sich im Zweifel für den größeren Akku, die bessere Kamera-Optik (die Platz braucht) und eine stabile Kühlung. Das „Thin Phone“ bleibt eine faszinierende Designstudie, aber im Alltag regiert derzeit wieder die Substanz
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
