Lange wurde spekuliert, ob OpenAI in Zusammenarbeit mit Design-Legende Jony Ive das „iPhone der künstlichen Intelligenz“ entwickelt. Neue Leaks des Insiders SmartPikachu und Analysen von Rock Leaks deuten nun jedoch auf eine radikale Strategieänderung hin: Das erste OpenAI-Gadget wird wohl kein Telefon, sondern ein Audio-Wearable.
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Strategiewechsel: Audio First, Phone Later
Ursprünglich kursierten Gerüchte über ein leistungsstarkes, Smartphone-ähnliches Gerät, das KI tief in die Hardware integriert. Laut aktuellen Berichten wurde dieser Plan jedoch vorerst pausiert. Der neue Fokus liegt auf dem Projekt mit dem Codenamen „Dime“.
Dabei handelt es sich höchstwahrscheinlich um intelligente Earbuds, die in direkter Konkurrenz zu Apples AirPods stehen könnten – jedoch mit einem entscheidenden Unterschied: Die vollständige Integration von GPT-5 (oder der aktuellen O1-Serie) als nativer Sprachassistent.
Warum OpenAI die Notbremse zieht
Der Rückzug vom Smartphone-Projekt hat handfeste wirtschaftliche und logistische Gründe:
- Enorme Chip-Kosten: Die Entwicklung spezialisierter KI-Prozessoren, die lokal auf einem Smartphone laufen müssten, ist derzeit extrem teuer.
- Speichermangel: Komplexe KI-Modelle benötigen riesige Mengen an schnellem Arbeitsspeicher (RAM). Die weltweite Knappheit und die hohen Preise für entsprechende Komponenten machen ein erschwingliches „AI-Phone“ momentan schwer realisierbar.
- Komplexität: Ein Smartphone erfordert ein eigenes Betriebssystem und ein App-Ökosystem. Ein Audio-Gerät hingegen kann als Accessoire fungieren, das die Rechenpower des bereits vorhandenen Smartphones nutzt.
„Simple First“: Was wir von „Dime“ erwarten können
Die neue Devise lautet laut Rock Leaks: „Einfach beginnen, später komplexer werden.“ Ein Release wird für das Jahr 2026 erwartet.
Die Earbuds könnten als Brücke zwischen Nutzer und KI dienen, indem sie:
- Echtzeit-Übersetzungen direkt ins Ohr flüstern.
- Kontextbezogene Informationen über die Umgebung liefern (evtl. in Kombination mit kleinen Kameras, ähnlich wie bei den Meta-Brillen).
- Nahtlose Sprachinteraktion ohne die Verzögerung bieten, die man aktuell von Smartphone-Apps kennt.
Einordnung: Die Konkurrenz schläft nicht
Mit diesem Schritt würde OpenAI denselben Weg einschlagen wie Mitbewerber (z.B. Humane mit dem AI Pin oder Rabbit), jedoch mit dem Vorteil, das mächtigste Sprachmodell der Welt im Rücken zu haben. Während das Smartphone-Projekt „on hold“ ist, könnten die Earbuds als Testlauf dienen, um zu sehen, wie sehr die Nutzer bereit sind, KI-Hardware in ihren Alltag zu integrieren.
Einschätzung: Ein Audio-Gerät ist für OpenAI ein deutlich geringeres finanzielles Risiko als ein Smartphone. Es ermöglicht den direkten Zugang zum Gehör des Nutzers – dem wichtigsten Interface für die neue Generation der Sprach-KI.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
