Xiaomi hat es erneut getan: Mit dem Xiaomi 17 Ultra hat der Hersteller sein bisher ambitioniertestes Kamera-Flaggschiff abgeliefert. Im renommierten DXOMARK-Ranking erzielt das Gerät beeindruckende 166 Punkte und teilt sich damit den sechsten Platz der weltbesten Smartphone-Kameras mit dem OPPO Find X9 Pro.
Der Sprung in der Namensgebung (Xiaomi überspringe die 16er-Reihe aufgrund massiver technischer Neuerungen) spiegelt sich auch in der Hardware wider. Hier ist die detaillierte Analyse der Stärken und Schwächen.
Inhaltsverzeichnis
Die Hardware: Ein Biest am Finger
Das Xiaomi 17 Ultra setzt auf eine Triple-Kamera-Konfiguration, die in Zusammenarbeit mit Leica entwickelt wurde:
- Hauptsensor: 50 MP (1-Zoll-Typ, OmniVision OV50X) mit der neuen LOFIC-Technologie für einen extrem hohen Dynamikumfang.
- Teleobjektiv: Ein massiver 200-MP-Sensor (Samsung ISOCELL HPE) mit Leica APO-Zertifizierung und kontinuierlichem optischem Zoom zwischen 75 mm und 100 mm.
- Ultraweitwinkel: 50 MP mit einem Sichtfeld von 115°.
Die Stärken (Pros)
- Balancierte Aufnahmen: Die Bildverarbeitung liefert extrem harmonische Ergebnisse, die weder überschärft noch künstlich wirken.
- Natürliche Belichtung: Dank des 1-Zoll-Sensors und der LOFIC-Technologie meistert das Gerät selbst schwierigste Gegenlichtsituationen mit einer Präzision, die nah an das menschliche Auge herankommt.
- Low-Light-Dominanz: In extrem dunklen Umgebungen setzt sich das 17 Ultra deutlich von Konkurrenten wie dem Samsung Galaxy S25 Ultra ab. Die Rauschunterdrückung arbeitet effektiv, ohne feine Texturen zu zerstören.
- Tele-Performance: Die Reichweite des 200-MP-Telesensors ist überragend. Die APO-Linsen minimieren chromatische Aberrationen (Farbsäume) nahezu vollständig.
- Farbgenauigkeit: Die Kooperation mit Leica zahlt sich aus; die Farbwiedergabe ist präzise und bietet mit den Modi „Authentic“ und „Vibrant“ kreativen Spielraum.
Die Schwächen (Cons)
Trotz der Spitzenplatzierung gibt es Bereiche, in denen das Gerät hinter der absoluten Top-Tier-Konkurrenz (wie dem Huawei Pura 80 Ultra oder dem iPhone 17 Pro Max) zurückbleibt:
- Video-Performance: Während Fotos exzellent sind, schwächelt der Video-Modus gelegentlich bei schnellen Bewegungen.
- Autofokus-Instabilitäten: Bei Videoaufnahmen neigt der Autofokus zu leichtem „Pumpen“ (Focus Hunting), was den professionellen Gesamteindruck etwas trübt.
- Stabilisierung: Obwohl OIS (Optische Bildstabilisierung) und PDAF (Phasenvergleich-Autofokus) an Bord sind, wirkt die Stabilisierung bei 4K-Aufnahmen mit 120 fps manchmal weniger geschmeidig als bei der Konkurrenz.
Fazit
Das Xiaomi 17 Ultra ist ein Werkzeug für Fotografie-Enthusiasten. Es priorisiert Bildcharakter und optische Qualität über rein digitale Optimierung. Wer ein Smartphone sucht, das fast eine DSLM ersetzen kann, findet hier – trotz kleinerer Software-Schwächen im Video-Bereich – eines der besten Geräte des Jahres 2026.
Technische Kurz-Übersicht:
- Prozessor: Snapdragon 8 Elite Gen 5
- Akku: 6.800 mAh (90W wired / 50W wireless)
- Besonderheit: „Leica Master Zoom Ring“ (bei der Leica Edition) zur manuellen Brennweitensteuerung.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
