Google hat die erste Beta-Version von Android 17 („Cinnamon Bun“) veröffentlicht und bricht dabei mit langjährigen Traditionen. Erstmals verzichtet der Konzern auf die üblichen Developer Previews und schickt das Betriebssystem direkt in die Beta-Phase. Damit untermauert Google das Ziel, den Release-Zyklus deutlich zu straffen: Die finale Version wird bereits für den Sommer 2026 erwartet, statt wie bisher im Herbst.
Inhaltsverzeichnis
Fokus auf Tablets und Foldables
Ein zentraler Aspekt von Android 17 ist die konsequente Optimierung für größere Bildschirme. Google macht Ernst und verpflichtet Entwickler nun faktisch dazu, ihre Apps für verschiedene Formfaktoren anzupassen. Starre Apps, die nur im Hochformat funktionieren, sollen auf Tablets und Foldables der Vergangenheit angehören.
Zusätzlich halten „Live-Status“-Anzeigen Einzug in die Statusleiste. Ähnlich wie Apples „Live Activities“ können Apps nun dynamische Informationen – etwa den Fortschritt eines Downloads oder den Status einer Essensbestellung – direkt in der Systemoberfläche anzeigen, ohne dass der Nutzer die App öffnen muss.
Sicherheit und Medien-Features
In puncto Datenschutz integriert Google eine native App-Sperre. Nutzer können einzelne Anwendungen nun systemseitig mit Biometrie oder PIN absichern. Bisher mussten Anwender hierfür oft auf herstellerinterne Lösungen (wie Samsungs „Sicherer Ordner“) oder unsichere Drittanbieter-Apps zurückgreifen.
Unter der Haube gibt es ebenfalls Neuerungen: Android 17 unterstützt nativ den hocheffizienten Video-Codec VVC (H.266). Dieser verspricht bei gleicher Bildqualität eine deutlich geringere Datenrate als sein Vorgänger HEVC, setzt allerdings entsprechende Hardware-Unterstützung voraus. Eine neue Lautstärke-Management-API soll zudem für ein konsistenteres Hörerlebnis sorgen, indem sie Pegelsprünge zwischen verschiedenen Apps minimiert.
Android 17: Die wichtigsten Eckpunkte im Überblick
| Kategorie | Neuerung / Detail |
| Release-Modell | Direkter Start als Beta 1 (keine Developer Previews) |
| Codename | Cinnamon Bun (Zimtschnecke) |
| System-UI | Integration von „Live Status“-Anzeigen in der Statusleiste |
| Datenschutz | Native App-Sperre via Fingerabdruck/PIN |
| Display-Support | Erzwungene Anpassung für Landscape/Foldables |
| Multimedia | Nativer Support für VVC (H.266) Video-Codec |
| Zeitplan | Plattformstabilität im März, Finaler Release ca. Juni 2026 |
Installation und Verfügbarkeit
Die Beta 1 steht ab sofort für die Pixel-Reihe (ab Pixel 6 bis zur aktuellen 10er-Serie) sowie für das Pixel Fold und das Pixel Tablet zur Verfügung. Interessierte Nutzer können ihr Gerät über das Android-Betaprogramm registrieren.
Obwohl der Verzicht auf die Developer Previews eine höhere Stabilität suggeriert, warnt Google wie üblich davor, die Beta auf produktiv genutzten Geräten zu installieren. Im Heise-Test zeigten sich in frühen Builds vereinzelt noch Probleme mit der Speicherverwaltung und der Darstellung in den Schnelleinstellungen.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
