Apple News im Visier der FTC: Vorwurf der ideologischen Manipulation

In den USA hat sich der politische Druck auf Apple massiv verschärft. Die US-Handelsbehörde FTC prüft derzeit, ob der Tech-Gigant seine marktbeherrschende Stellung nutzt, um konservative Medienberichte systematisch zu unterdrücken und einseitig linksliberale Narrative zu fördern.

Die Untersuchung: Ein Warnschuss aus Washington

Mitte Februar 2026 hat der FTC-Vorsitzende Andrew Ferguson ein offizielles Schreiben an Apple-CEO Tim Cook gerichtet. Darin äußert die Behörde den Verdacht, dass Apple gegen den FTC Act (Abschnitt 5) verstoßen könnte. Dieses Gesetz verbietet „unfaire oder täuschende Geschäftspraktiken“.

Der Kern des Vorwurfs: Apple verspricht seinen Nutzern eine neutrale Kuratierung von Nachrichten, liefert laut FTC jedoch ein ideologisch gefiltertes Produkt. Ferguson betonte in seinem Schreiben, dass der Konzern zwar durch die Meinungsfreiheit geschützt sei, dies jedoch kein Freibrief für die Täuschung von Verbrauchern über die Art der Inhaltsauswahl darstelle.

Studien belegen „konservative Leere“ in den Top-News

Grundlage der Untersuchung sind mehrere Analysen der Medienbeobachtungsgruppe Media Research Center (MRC). Die Ergebnisse zeichnen ein deutliches Bild:

  • Vollständiger Ausschluss: In einer Untersuchung der „Top Stories“ (der prominenteste News-Slot auf dem iPhone-Sperrbildschirm) für den Zeitraum Januar 2026 stellte das MRC fest, dass unter 620 analysierten Beiträgen kein einziger Artikel aus einer eindeutig konservativen Quelle stammte.
  • Dominanz liberaler Medien: Während Quellen wie Fox News oder die New York Post in den Top-Platzierungen fehlten, wurden Artikel der New York Times, der Washington Post und von CNN massiv beworben.
  • Klassifizierung: Selbst Nachrichten, die als „zentristisch“ eingestuft wurden (wie Associated Press oder Reuters), machten nur einen Bruchteil der Auswahl aus, während der Löwenanteil auf linksliberale Publikationen entfiel.

Die rechtliche Argumentation

Die FTC argumentiert, dass Apple-Nutzer eine berechtigte Erwartung an eine objektive Nachrichtenauswahl haben, da die App als Standard-Informationsquelle auf Millionen Geräten vorinstalliert ist. Sollte Apple News aktiv bestimmte politische Sichtweisen unterdrücken, ohne dies transparent zu machen, läge eine materielle Täuschung der Verbraucher vor.

Reaktion und Folgen

Apple hat sich bisher nicht im Detail zu den Vorwürfen geäußert, verweist jedoch traditionell auf seine menschlichen Redakteure und Algorithmen, die nach Relevanz und Qualität – nicht nach politischer Couleur – auswählen würden.

Beobachter werten das Vorgehen von Andrew Ferguson als Teil einer größeren Strategie der aktuellen US-Administration, die Macht der „Gatekeeper“ im Silicon Valley zu beschneiden. Für Apple steht viel auf dem Spiel: Sollte die FTC formelle Schritte einleiten, drohen nicht nur hohe Geldstrafen, sondern auch tiefgreifende Auflagen für die Gestaltung des News-Algorithmus.


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