Kaum ist das Google Pixel 10a auf dem Markt, macht in Technik-Foren und sozialen Medien ein wenig schmeichelhafter Spitzname die Runde: „Pixel 9b“. Was auf den ersten Blick wie ein harmloser Scherz wirkt, offenbart bei genauerem Hinsehen die Enttäuschung vieler Fans über Googles aktuelle Produktstrategie.
Inhaltsverzeichnis
1. Das Design-Dilemma: Ein Rückschritt in die Vergangenheit?
Der Hauptgrund für den Spott ist das äußere Erscheinungsbild. Während die Hauptserie (Pixel 10 und 10 Pro) auf ein komplett neues, markantes Kameradesign setzt, wirkt das Pixel 10a wie ein „Best-of“ alter Bauteile.
- Kameraleiste: Statt des modernen Looks der 10er-Serie erinnert die Rückseite frappierend an das Design des Vorjahres (Pixel 9).
- Displayränder: Kritiker bemängeln, dass die Displayränder im Vergleich zur Konkurrenz fast identisch mit denen des Pixel 9 geblieben sind, was dem Gerät einen „veralteten“ Look verleiht.
2. Der „alte“ Prozessor-Trick
Google wirbt zwar mit dem neuen Tensor G4-Chip, doch Technik-Analysten weisen darauf hin, dass die Performance-Sprünge gegenüber dem Chip im Pixel 9 nur marginal ausfallen. Da das Pixel 10a zudem in Sachen Kühlung und Effizienz leicht abgespeckt wurde, fühlt es sich im Alltag eher wie ein optimiertes Pixel 9 an als wie ein echtes Mitglied der neuen 10er-Generation.
3. Hardware-Recycling statt Innovation
Viele Komponenten des Pixel 10a scheinen direkt aus den Lagern des Vorjahresmodells zu stammen:
- Kamerasensoren: Die Sensoren sind weitestgehend identisch mit denen des Pixel 9.
- Ladegeschwindigkeit: Hier stagniert Google weiterhin auf einem Niveau, das viele Nutzer bereits beim letzten Modell als „zu langsam“ kritisierten.
Der Vorwurf der Community: Google hat lediglich das Gehäuse des Pixel 9 leicht modifiziert, den Namen auf „10a“ geändert und verkauft es nun als Neuheit. Daher rührt die Bezeichnung „9b“ – ein Gerät, das zwischen den Generationen gefangen ist.
4. Die Preis-Falle
Ein weiterer Kritikpunkt ist die unverbindliche Preisempfehlung von 549 €. Da das reguläre Pixel 9 mittlerweile oft im Angebot für einen ähnlichen oder sogar niedrigeren Preis zu finden ist, fragen sich viele Käufer, welchen Mehrwert das 10a überhaupt bietet.
„Es ist kein schlechtes Telefon, aber es ist eben kein Pixel 10 Lite, sondern ein recyceltes Pixel 9 – also ein Pixel 9b“, so der Tenor in vielen Tech-Blogs.
Fazit: Ein solides Smartphone mit Identitätskrise
Trotz des Spotts bleibt das Pixel 10a ein exzellentes Mittelklasse-Gerät, vor allem dank der 7-jährigen Update-Garantie und der starken KI-Features. Wer jedoch auf eine echte Revolution im Design oder einen massiven Hardwaresprung gehofft hat, wird verstehen, warum der Name „Pixel 9b“ so hartnäckig in den Köpfen bleibt.
Es bleibt abzuwarten, ob Google mit kommenden Software-Exclusives den „10er-Status“ des Geräts noch rechtfertigen kann.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
