Android 17 Beta 2: Das nächste Level für Multitasking und Datenschutz

Google hat das Tempo angezogen: Nur wenige Wochen nach dem Start der ersten Vorabversion ist nun die Android 17 Beta 2 für unterstützte Pixel-Geräte erschienen. Während die erste Beta eher das Fundament legte, bringt die zweite Runde sichtbare Funktionen, die besonders Power-Usern und Besitzern von Tablets oder Foldables gefallen dürften.

1. „Bubbles“ für alle: Apps als schwebende Fenster

Die wohl markanteste Neuerung betrifft das Multitasking. Bisher waren „Bubbles“ (Sprechblasen) hauptsächlich für Messenger-Apps reserviert. Mit Android 17 Beta 2 ändert sich das:

  • Beliebige Apps „bubblen“: Nutzer können nun fast jede App durch langes Drücken auf das App-Icon in eine schwebende Blase verwandeln.
  • Bubble-Bar: Auf Geräten mit großen Displays (Tablets, Foldables) gibt es eine neue Leiste in der Taskbar, in der diese Bubbles organisiert und schnell gewechselt werden können. Das erinnert stark an die Fensterverwaltung klassischer Desktop-Betriebssysteme.

2. Cross-Device Handoff: Nahtloser Gerätewechsel

Google führt mit der Handoff API ein Feature ein, das Apple-Nutzern als „Continuity“ bekannt sein dürfte.

  • Wenn man beispielsweise eine E-Mail auf dem Smartphone beginnt, erscheint auf dem nahen Android-Tablet ein Vorschlag im Launcher, genau diese App an derselben Stelle fortzuführen.
  • Besonders smart: Falls die App auf dem Zielgerät nicht installiert ist, kann das System stattdessen auf die Web-Version im Browser ausweichen.

3. Mehr Privatsphäre durch granulare Auswahl

Um den Zugriff auf sensible Daten weiter einzuschränken, gibt es zwei neue System-Werkzeuge:

  • Neuer Contact Picker: Apps müssen nicht mehr Zugriff auf das gesamte Telefonbuch verlangen. Über einen neuen System-Dialog wählt der Nutzer gezielt nur die Kontakte oder Datenfelder aus, die die App wirklich benötigt – der Zugriff ist zudem nur temporär für die aktuelle Sitzung.
  • EyeDropper API: Bildbearbeitungs-Apps können nun eine Pipette nutzen, um Farben vom Bildschirm aufzunehmen, ohne dass sie dafür die riskante Erlaubnis zur kompletten Bildschirmaufnahme (Screencast) benötigen.

4. Sicherheit: Schutz vor SMS-Betrug und lokaler Spionage

Auch unter der Haube wurde geschraubt:

  • Verzögerte OTP-SMS: Um das Abfangen von Einmal-Passwörtern (OTPs) durch schädliche Apps zu erschweren, verzögert Android den Zugriff auf solche Nachrichten für Apps, die nicht explizit als Ziel der Nachricht verifiziert wurden.
  • Lokaler Netzwerkzugriff: Eine neue Berechtigung verhindert, dass Apps ungefragt Geräte im heimischen WLAN (Local Network) scannen oder mit ihnen kommunizieren.

5. Kleinere Optimierungen & Bugfixes

Neben den großen Features wurden zahlreiche Fehler der ersten Beta behoben, darunter plötzliche Systemabstürze und Probleme mit der Anzeige der Schnelleinstellungen. Auch die Privatsphäre-Indikatoren (Kamera/Mikrofon) haben ein neues Design erhalten und werden nun in runden Icons statt in Pillenform angezeigt.

Mit der Beta 2 wird Android 17 deutlich greifbarer. Vor allem der Fokus auf eine bessere Verzahnung verschiedener Geräte zeigt, wohin die Reise für das Google-Ökosystem im Jahr 2026 geht.


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