US-Regierung fordert Milliarden-Gebühr für TikTok-Übernahme

Einem Medienbericht zufolge soll die US-Administration unter Präsident Donald Trump eine beispiellose Zahlung in Höhe von rund zehn Milliarden Dollar für das Zustandekommen des TikTok-Deals verlangen. Die Summe wird von den beteiligten Investoren als eine Art Vermittlungsgebühr für die Rettung des US-Geschäfts der Kurzvideo-App eingefordert.

Wie das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, sieht die Vereinbarung vor, dass die Investorengruppe – bestehend aus Oracle, Silver Lake, dem Staatsfonds MGX aus Abu Dhabi sowie weiteren Geldgebern – bereits mit dem Abschluss des Geschäfts rund 2,5 Milliarden Dollar an das US-Finanzministerium überweist. Die restlichen Zahlungen sollen über einen festgelegten Zeitraum folgen, bis die Gesamtsumme von zehn Milliarden Dollar erreicht ist.

Die Begründung der „Vermittlungsgebühr“

Vertreter der US-Regierung rechtfertigen diese ungewöhnliche Forderung mit der persönlichen Rolle von Präsident Trump. Demnach sei die Gebühr eine Anerkennung für seinen Einsatz bei der Rettung des US-Geschäfts von TikTok sowie für seine Verhandlungsführung gegenüber der chinesischen Regierung.

In der Vergangenheit hatte Trump wiederholt betont, dass der US-Staat einen „erheblichen Teil“ des Verkaufspreises erhalten müsse, da die Regierung den Deal erst ermöglicht habe. Kritiker und Rechtsexperten weisen jedoch darauf hin, dass es für eine solche direkte Zahlung an das Finanzministerium im Rahmen einer privaten Firmenübernahme kaum rechtliche Präzedenzfälle gibt.

Hintergrund des Geschäfts

Der chinesische Mutterkonzern ByteDance hatte im Januar 2026 zugestimmt, ein Gemeinschaftsunternehmen zu gründen, das sich mehrheitlich in US-Besitz befindet. Ziel dieses Schrittes ist es:

  • Ein drohendes Verbot der App in den USA abzuwenden.
  • Die nationalen Sicherheitsbedenken hinsichtlich des Datenzugriffs durch China auszuräumen.
  • Den Betrieb für die über 200 Millionen amerikanischen Nutzer dauerhaft zu sichern.

Bewertung und Ausblick

Bereits im September hatte US-Vizepräsident JD Vance erklärt, dass das neu formierte US-Unternehmen mit etwa 14 Milliarden Dollar bewertet werde. Sollte die geforderte Gebühr von zehn Milliarden Dollar tatsächlich in voller Höhe fließen, würde dies einen massiven Teil des kalkulierten Unternehmenswertes ausmachen und die finanziellen Rahmenbedingungen für die Investoren erheblich erschweren.

Ob die chinesische Regierung oder die betroffenen US-Gerichte gegen diese Zahlungsmodalitäten intervenieren werden, bleibt abzuwarten. Bisher haben sich weder Oracle noch das US-Finanzministerium offiziell zu den Details des WSJ-Berichts geäußert.


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