Der chinesische Online-Riese JD.com kann nach eingehender Prüfung und neuen Zugeständnissen auf die Zustimmung der EU-Kommission für seine Übernahmepläne der MediaSaturn-Mutter Ceconomy setzen. Die Transaktion stehe kurz vor der offiziellen Billigung durch die Brüsseler Wettbewerbsbehörde, berichtete eine mit dem Vorgang vertraute Person am Freitag.
Sowohl die EU-Kommission als auch JD.com und Ceconomy wollten sich auf Anfrage nicht zu den Entwicklungen äußern. Die EU-Kommission will ihre endgültige Entscheidung bis zum 4. November fällen. Parallel dazu wird das Vorhaben derzeit noch von den Kartellbehörden in Österreich untersucht.
Bedenken wegen chinesischer Subventionen
Die Brüsseler Wettbewerbshüter hatten im Vorfeld detailliert geprüft, ob JD.com die geplante Übernahme mithilfe staatlicher Subventionen aus der Volksrepublik China finanziert. Eine vorläufige Prüfung im Mai hatte ergeben, dass dem Konzern durch Vorzugsfinanzierungen, Steueranreize und direkte Zuschüsse unfaire Wettbewerbsvorteile entstanden sein könnten.
Um diese Bedenken auszuräumen, bot der chinesische E-Commerce-Konzern an, Ceconomy zu marktüblichen Konditionen Zugang zu seiner europäischen Logistik- und Technologie-Infrastruktur zu gewähren. Zudem sollen auch kleinere Mitbewerber zu fairen und diskriminierungsfreien Bedingungen Zugriff auf diese Netzwerke erhalten. Im Zuge der weiteren Gespräche habe JD.com nochmals nachgebessert und zusätzliche Zugeständnisse gemacht, so der Insider.
Strategischer Ausbau des Europageschäfts
Für JD.com ist der Schritt ein bedeutender Meilenstein im internationalen Wettbewerb: Durch den Einstieg sichert sich der Konzern Zugriff auf ein starkes Online-Netzwerk sowie auf mehr als 1.000 stationäre Filialen von MediaMarkt und Saturn. Damit verschafft sich JD.com eine schlagkräftige Basis, um im europäischen Handel direkt gegen Konkurrenten wie Amazon oder Alibaba anzutreten.
Ceconomy beschäftigt derzeit rund 48.000 Mitarbeiter, davon etwa 17.000 in Deutschland. Der Gesamtwert der Transaktion beläuft sich auf rund 2,2 Milliarden Euro. Im Falle einer finalen Genehmigung durch die europäischen Kartellbehörden plant JD.com, die Düsseldorfer Holding vollständig von der Börse zu nehmen.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
