Marques Brownlee (MKBHD) testet Apples erstes Foldable: Warum die meisten die 2.000 Dollar sparen sollten

Tech-YouTuber Marques Brownlee – besser bekannt als MKBHD – hat Apples erstes faltbares Smartphone („iPhone Duo“) über eine Woche lang intensiv getestet. Sein Fazit fällt gemischt aus: Während die verbaute Hardware und das innere Display beeindrucken, überwiegen im Alltag für die meisten Nutzer die Kompromisse.

Apple wagt den Schritt in die Welt der Foldables, doch der Start verläuft holprig. Nach einer Woche Praxistest rät der bekannte US-Analyst und Creator MKBHD den allermeisten Verbrauchern dringend davon ab, rund 2.000 US-Dollar für das neue Gerät auszugeben.

Die Schattenseiten: Wo Apple noch nachbessern muss

Besonders die physischen und softwareseitigen Einschränkungen trübten das Testergebnis:

  • Gewicht und Maße: Im Vergleich zur Konkurrenz – wie dem Samsung Galaxy Z Fold 8, das rund 20 Prozent leichter ist – wirkt das Apple-Foldable spürbar dick und schwer.
  • Kamerasystem: Trotz einer 48-Megapixel-Hauptkamera und Ultraweitwinkel fehlen wesentliche Profi-Features wie ein optischer Zoom, ProRes oder Log-Aufnahmen. Die Bildqualität ordnet Brownlee eher auf dem Niveau des günstigeren iPhone 17e ein.
  • Under-Display-Kamera: Die Fotos der unter dem Innendisplay verbauten Selfie-Kamera bezeichnete er schlicht als „Müll“.
  • Biometrie: Face ID fehlt gänzlich. Die stattdessen genutzte Fingerabdrucksperre weist im Alltag eine spürbare Verzögerung auf.
  • App-Optimierung: Zahlreiche populäre Apps (darunter Spotify, Google Maps, Discord und X) nutzen den großen Bildschirm noch nicht optimal aus. MKBHD rechnet mit einer Übergangszeit von etwa sechs Monaten, bis das Ökosystem nachzieht.

Die Lichtblicke: Was das Gerät richtig macht

Trotz der Kritikpunkte zeigte sich der Tester von bestimmten Kernbereichen der Hardware begeistert:

  • Das innere Display: Das 7,6 Zoll große 120-Hz-OLED-Panel mit Nano-Textur und einer nahezu unsichtbaren Falte bezeichnet er als absoluten „Hardware-Höhepunkt“.
  • Verarbeitung: Das Scharnier arbeitet extrem solide mit variabler Gewichtsverlagerung und bietet zudem eine IP68-Zertifizierung gegen Wasser und Staub.
  • Akkulaufzeit: Der etwa 4.900 mAh große Akku bringt Nutzer zuverlässig durch den Tag; oft blieb am Abend noch eine Restkapazität von über 30 Prozent.
  • Software-Erlebnis: Die flüssigen Animationen beim Öffnen und Schließen sowie die Möglichkeit, zwei Apps komfortabel nebeneinander zu nutzen, überzeugten im Alltag.

MKBHDs Fazit

Das Urteil fällt zweigeteilt aus: Wer ein Smartphone primär für Messaging, Social Media oder für den Anspruch auf die absolut beste Kamera sucht, sollte die Finger von dem Gerät lassen. Wer jedoch das nötige Kleingeld von 2.000 Dollar besitzt und im Grunde ein vollwertiges iPad mini für die Hosentasche sucht, für den könnte das Gerät dennoch den Blick wert sein.


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