Im Jahr 2024 haben Cyberkriminelle ihren Fokus verstärkt auf mobile Geräte und Kryptowährungen gelegt. Laut dem aktuellen Kaspersky Financial Threats Report stieg die Zahl der Nutzer, die auf ihren Mobilgeräten von Banking-Malware betroffen waren, im Vergleich zu 2023 um das 3,6-Fache. Parallel dazu wurden 83 Prozent mehr Phishing-Versuche im Zusammenhang mit Kryptowährungen verzeichnet. Häufig dienten bekannte Marken wie Amazon, Apple und Netflix als Tarnung für Phishing-Seiten.
Cyberkriminelle lockten 2024 ahnungslose Nutzer auf täuschend echte Phishing- und Betrugsseiten, die großen Marken und Finanzinstituten nachempfunden waren. Banken wurden mit 42,6 Prozent der finanzbezogenen Phishing-Versuche am häufigsten als Köder genutzt. Doch auch Shopping-Plattformen, Streaming-Dienste und Bezahlsysteme waren beliebte Täuschungsziele:
- Amazon führte mit 33 Prozent als das am häufigsten nachgeahmte Shopping-Portal.
- Apple-ähnliche Angriffe machten 15,7 Prozent aus.
- Netflix wurde in 16 Prozent der Phishing-Seiten imitiert.
- Alibaba verzeichnete einen Anstieg von 3 auf 8 Prozent.
- Bei Bezahlsystemen blieb PayPal mit 38 Prozent (zuvor 55 Prozent) Spitzenreiter, während Mastercard-Angriffe von 17 auf 31 Prozent wuchsen. American Express und Cielo schafften es neu in die Top Fünf. Kryptowährungen waren ebenfalls ein beliebtes Lockmittel. Kaspersky blockierte 2024 insgesamt 10.706.340 Phishing-Versuche mit Krypto-Bezug – ein Plus von 83 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Angesichts der steigenden Popularität von Kryptowährungen wird dieser Trend vermutlich anhalten.
Angriffe auf Computer und Mobilgeräte
Die Zahl der PC-Nutzer, die von Financial Malware betroffen waren, sank von 312.453 (2023) auf 199.204 (2024), wobei der Fokus von Online-Banking auf Krypto-Assets wechselte. Häufigste Trojaner waren ClipBanker (63 Prozent), Grandoreiro (17 Prozent), CliptoShuffler (10 Prozent) und BitStealer (1,3 Prozent). Zu den Top-20-Ländern zählten Turkmenistan (8,8 Prozent), Tadschikistan (6,2 Prozent), Kasachstan (2,5 Prozent), die Schweiz (2,3 Prozent) und Kirgisistan (2,2 Prozent).
Auf Mobilgeräten stieg die Zahl der von Banking-Trojanern betroffenen Nutzer dagegen von 69.200 (2023) auf 247.949 (2024) – ein Anstieg um das 3,6-Fache. Besonders aktiv war die Mamont-Familie (37 Prozent), verbreitet etwa über gefälschte Shops oder Liefer-Apps [2]. Die Türkei blieb mit 5,7 Prozent (plus knapp 3 Punkte) das Hauptziel, gefolgt von Indonesien (2,7 Prozent), Indien (2,4 Prozent) und Aserbaidschan (0,9 Prozent).
„Phishing und Finanzbetrug haben 2024 an Raffinesse gewonnen“, sagt Olga Svistunova, Senior Web Content Analyst bei Kaspersky. „Marken und Dienste dienen als Köder für sensible Daten. Mit der wachsenden Nutzung mobiler Geräte für Finanzen steigt auch hier die Gefahr. Phishing wird künftig noch gezielter – umfassender Schutz ist essenziell.“
Kaspersky-Tipps für Nutzer
- Nutze starke, individuelle Passwörter und aktiviere Multifaktor-Authentifizierung.
- Klicke keine Links in verdächtigen Nachrichten an und überprüfe Webadressen vor Eingabe sensibler Daten.
- Setze Sicherheitslösungen wie Kaspersky Premium [3] ein, die Malware und Phishing abwehren.
- Lade Apps nur aus offiziellen Stores (Apple App Store, Google Play) und prüfe Bewertungen sowie Herkunft.
- Kontrolliere regelmäßig App-Berechtigungen, besonders bei riskanten Zugriffen wie Zugangsdiensten.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.