Apple: der Personal-Exodus geht weiter [UPATE auch Johny Srouji]

Apple erlebt derzeit eine der sichtbarsten Talentabwanderungen seiner jüngeren Unternehmensgeschichte. Nachdem in dieser Woche bereits viele hochrangige Führungspersonen einen Wechseln angekündigt haben, scheinen auch viele Entwickler und Angestellte zu anderen Firmen und vor allem in den KI Bereich zu wechseln. Laut einem Bericht des Wall Street Journal vom Dezember 2025 verliert der Konzern eine Reihe hochrangiger Ingenieure und Designer an OpenAI sowie an das neue Hardware‑Projekt von Ex‑Apple‑Designchef Jony Ive. Betroffen sind ausgerechnet jene Teams, die Apples wichtigste Produkte geprägt haben – von AirPods über Apple Watch bis hin zum iPhone. Die Entwicklung wirft ein kritisches Licht auf Apples aktuelle KI‑Strategie und zeigt zugleich, wie aggressiv OpenAI in den Hardwaremarkt drängt.

UPDATE Ein weiterer schwerer Schlag: Laut einem neuen Bericht erwägt auch Johny Srouji, der Architekt von Apple Silicon und Leiter der Hardwaretechnologien, das Unternehmen zu verlassen. Srouji soll CEO Tim Cook bereits signalisiert haben, dass ein Abschied in naher Zukunft möglich ist. Diese Überlegung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Apple bereits seinen KI‑Chef, den langjährigen Leiter des Interface‑Designs sowie zentrale Verantwortliche für Rechts- und Regierungsangelegenheiten verloren hat – allesamt Führungskräfte, die direkt an Cook berichteten. Die Häufung dieser Abgänge verdeutlicht, wie ernst die aktuelle Umbruchsphase für Apple ist und wie stark das Unternehmen intern unter Druck steht.

Ein Exodus mit Signalwirkung

Sowohl Wall Street Journal als auch Bloomberg berichten, dass Dutzende Apple‑Mitarbeiter in den vergangenen Monaten das Unternehmen verlassen haben. Viele von ihnen wechseln direkt zu OpenAIs neuer Hardware‑Division, die von Jony Ive und Sam Altman aufgebaut wird. Zu den prominenten Abgängen gehören:

  • Evans Hankey, ehemalige Leiterin des Industrial Design
  • Tang Tan, früherer VP für Hardware Engineering
  • Mehrere Ingenieure aus den Bereichen Audio, Robotik und Wearables

Diese Namen stehen nicht nur für Expertise, sondern für die DNA zahlreicher Apple‑Erfolge. Ihr Weggang ist daher mehr als eine Personalie – er ist ein strategisches Warnsignal.

Das von Ive und Altman geführte Projekt arbeitet an einer neuen Generation AI‑nativer Geräte, die 2026 vorgestellt werden sollen. Das Team umfasst inzwischen über 40 Personen – viele davon mit tiefen Wurzeln in Apples Design‑ und Hardwarekultur. Damit entsteht erstmals ein ernstzunehmender Konkurrent, der Apples eigene Stärken kopiert und weiterentwickelt.

Der Zeitpunkt könnte ungünstiger kaum sein: Apples langjähriger KI‑Chef John Giannandrea tritt ab. Sein Nachfolger Amar Subramanya, zuvor bei Microsoft und DeepMind, soll einen aggressiveren Kurs einschlagen. Doch der Führungswechsel wirkt eher wie ein Symptom als eine Lösung. Die Abwanderung zeigt, dass Apple intern offenbar mit strukturellen Problemen in seiner KI‑Ausrichtung kämpft.


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