Es ist ein frustrierendes Szenario: Man hat gerade eine neue SIM-Karte aktiviert, möchte sich bei Telegram registrieren und erhält prompt die Fehlermeldung: „Ungültige Telefonnummer“. Obwohl die Nummer brandneu ist, scheint der Messenger sie abzulehnen. In diesem Artikel erfährt man, warum das passiert und welche Schritte man unternehmen kann, um den Account dennoch freizuschalten.
Warum wird eine neue Nummer als „ungültig“ oder „gesperrt“ angezeigt?
Der Hauptgrund liegt oft in der Vergangenheit der Rufnummer. Mobilfunkanbieter vergeben Nummern nach einer gewissen Zeit neu (Recycling). Hat der Vorbesitzer der Nummer gegen die Nutzungsbedingungen von Telegram verstoßen – etwa durch Spam oder automatisierte Bots – landet die Nummer auf einer Blacklist.
Ein weiterer Grund kann sein, dass man eine sogenannte virtuelle Nummer (VoIP) nutzt. Telegram hat seine Sicherheitsfilter verschärft und erkennt viele Nummern von Online-Anbietern, die nicht an eine physische SIM-Karte gebunden sind, als ungültig an.
Was man jetzt tun kann: Die Lösungswege
1. Den offiziellen Support kontaktieren
Dies ist der wichtigste Schritt. Da die Sperre serverseitig vorliegt, kann man sie nicht durch Neuinstallation der App umgehen.
- Man nutzt das Telegram Support-Formular.
- Dort schildert man das Problem kurz auf Englisch: „I recently acquired this phone number and it seems to be banned or invalid. I have never used Telegram with this number before. Please unban it.“
- Man sollte unbedingt die Telefonnummer im internationalen Format (z. B. +49 170…) angeben.
2. Eine E-Mail an die Recovery-Adresse senden
Zusätzlich zum Formular kann man eine E-Mail an recover@telegram.org senden. Auch hier sollte man kurz erklären, dass man der neue rechtmäßige Besitzer der Nummer ist. Oft wird die Nummer nach einer manuellen Prüfung durch einen Moderator innerhalb weniger Tage freigeschaltet.
3. Anmeldung über ein anderes Gerät versuchen
Manchmal liegt ein lokaler Fehler in der App vor. Man sollte versuchen, die Nummer testweise über die Telegram Desktop-App am PC oder über ein anderes Smartphone zu registrieren. Erhält man dort dieselbe Meldung, ist die Nummer definitiv bei Telegram gesperrt.
4. Neue Rufnummer nutzen
Mittlerweile ist es sehr einfach und kostenfrei, eine neue Rufnummer zu bekommen, die man für Telegram nutzen kann. Es gibt auf dem Markt nach wie vor einige Freikarten, die sich komplett kostenfrei bestellen lassen. Wenn die bisherige Nummer also Probleme macht, kann es auf diese Weise einfach eine neue Rufnummer für Telegram einsetzen.
Vodafone bietet im Callya Prepaid Segment sogar eine komplett kostenfreie Simkarte an. Diese ist auch als eSIM verfügbar und in der Regel innerhalb von wenigen Minuten aktivierbar. Auf diese Weise kann man sehr schnell eine neue Rufnummer freischalten im um Telegram Account nutzen. Die Vodafone Freikarte nutzt natürlich auch das Vodafone Handynetz.
O2 bietet eine ähnliche Prepaid Karten. Auch mit diesem Tarif kann man eine kostenfreie Rufnummer bekommen. Allerdings verschickt O2 die Aktivierung für die eSIM per Post. Das dauert in der Regel etwas länger als bei Vodafone, da immer noch die Postlaufzeit dazwischen ist. Dennoch kann man auch mit der O2 Freikarte eine gratis Rufnummer bekommen.
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5. Den Mobilfunkanbieter um Tausch bitten
Sollte Telegram auch nach mehreren Tagen nicht reagieren (der Support ist leider oft überlastet), bleibt als letzter Ausweg der Kontakt zum Mobilfunkanbieter. Erklärt man dort, dass die Nummer in wichtigen Diensten gesperrt ist, zeigen sich viele Provider kulant und tauschen die Nummer gegen eine andere aus.
Fazit: Geduld ist gefragt
Wenn man von diesem Problem betroffen ist, sollte man nicht versuchen, sich innerhalb kurzer Zeit ständig neu anzumelden, da dies zu einer zusätzlichen IP-Sperre führen kann. Am besten setzt man die Support-Anfrage ab und wartet 48 bis 72 Stunden.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
