Ein neues Smartphone, eine neue SIM-Karte – und plötzlich ist die Verbindung zum Geldbeutel weg. Wer seine Handynummer bei Wero ändern möchte, stolpert oft über bürokratische Hürden und technische Fallstricke. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Wechsel meistern, ohne den Zugriff auf Ihr Konto zu verlieren.
Die Grundidee von Wero ist genial einfach: Geld senden per Handynummer, ganz ohne IBAN-Dschungel. Doch genau diese enge Verknüpfung von Telefonnummer und Bankkonto wird zum Problem, wenn sich die Nummer ändert. Da die Handynummer bei Wero als Ihre eindeutige Identität (ähnlich einer Adresse) fungiert, ist ein simpler „Nummern-Tausch“ in den Einstellungen oft nicht vorgesehen.
Das Dilemma: App-Nutzer vs. Bank-Nutzer
Wie kompliziert die Änderung ist, hängt maßgeblich davon ab, wie Sie Wero nutzen:
1. Nutzung innerhalb der Banking-App (z. B. Sparkasse, Volksbank, ING)
Hier ist Wero fest mit Ihren Bankdaten verknüpft. Eine Änderung der Nummer in der Wero-Funktion allein reicht oft nicht aus.
- Das Problem: Die Bank muss die neue Nummer erst für das Sicherheitsverfahren (wie SMS-TAN oder Freigabe-Apps) legitimieren.
- Die Lösung: Sie müssen die Nummer meist zuerst im Online-Banking Ihres Instituts unter „Persönliche Daten“ ändern. Erst wenn die Bank die neue Nummer als „vertrauenswürdig“ eingestuft hat, lässt sie sich in den Wero-Einstellungen aktualisieren.
2. Nutzung der eigenständigen Wero-App
Hier haben Sie etwas mehr Kontrolle, müssen aber manuell eingreifen:
- Öffnen Sie die Wero-App und navigieren Sie zum Reiter „Konten“.
- Wählen Sie Ihr verknüpftes Bankkonto aus und tippen Sie auf die drei Punkte (Menü) in der Ecke.
- Dort finden Sie die Option, eine neue Telefonnummer hinzuzufügen oder die alte zu löschen.
Warum ist das so kompliziert?
Die strengen Regeln dienen Ihrem Schutz. Wäre die Nummer leicht zu ändern, könnten Betrüger versuchen, Konten zu kapern und Zahlungsströme auf ihre eigenen Geräte umzuleiten. Die Sicherheitsarchitektur prüft daher penibel, ob die neue Nummer wirklich Ihnen gehört (meist per SMS-Code-Verifizierung).
Drei goldene Regeln beim Nummernwechsel
Damit Sie nicht vor verschlossenen Türen stehen, beachten Sie diese Tipps:
- Alte Nummer nicht sofort löschen: Wenn möglich, behalten Sie Zugriff auf die alte Nummer, bis die neue vollständig in Wero und bei Ihrer Bank verifiziert ist.
- Sorgfältige Abmeldung: Falls Sie Ihre alte Nummer komplett aufgeben, empfiehlt es sich, die Verknüpfung in der App aktiv zu löschen, bevor die SIM-Karte deaktiviert wird. So vermeiden Sie, dass der Nachbesitzer Ihrer alten Nummer später Probleme bei der Registrierung bekommt.
- Bank-Support kontaktieren: Wenn die App bei der Verifizierung der neuen Nummer „hängt“, liegt das oft an einer internen Sperre Ihrer Bank. Ein kurzer Anruf beim Kundenservice löst meist den Knoten.
Wussten Sie schon? Wero erlaubt oft auch die Verknüpfung einer E-Mail-Adresse. Diese ist meist beständiger als eine Handynummer und kann als sicherer „Anker“ für Ihr Profil dienen.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
