Eigentlich soll das neue europäische Bezahlsystem Wero das Leben leichter machen. Doch viele Nutzer stehen vor einer digitalen Mauer: Die App verweigert den Dienst mit dem Hinweis auf mangelnde Sicherheit. Wir erklären, warum Ihr Smartphone plötzlich als „Sicherheitsrisiko“ gilt und wie Sie das Problem lösen.
Wer die Wero-App installiert, möchte schnell Geld an Freunde senden oder im Shop bezahlen. Stattdessen erscheint bei einigen Usern eine Fehlermeldung: „Dein Gerät erfüllt unsere Sicherheitsanforderungen nicht.“ Das ist ärgerlich, hat aber einen handfesten Grund: Finanz-Apps wie Wero prüfen beim Start die Integrität des Betriebssystems, um Ihr Geld vor Angriffen zu schützen.
Warum blockiert die App?
Es gibt drei Hauptgründe, warum die Sicherheitsprüfung (oft über Googles „Play Integrity API“ oder Apples Sicherheitsmechanismen) fehlschlägt:
- Rooting oder Jailbreak: Wenn Sie tiefgreifende Änderungen am Betriebssystem vorgenommen haben, um Administratorrechte zu erhalten, stuft Wero das Gerät als unsicher ein.
- Offener Bootloader: Besonders bei Android-Nutzern, die eine alternative Firmware (Custom ROM) installiert haben, erkennt das System, dass die digitale Schutzkette unterbrochen ist.
- Veraltete Software: Wenn Ihr Smartphone seit Jahren kein Sicherheits-Update mehr gesehen hat, verweigern moderne Banking-Apps aus Selbstschutz den Dienst.
Checkliste zur Problemlösung
Bevor Sie das Smartphone frustriert in die Ecke legen, sollten Sie diese Schritte durchführen:
- Software-Update prüfen: Stellen Sie sicher, dass sowohl das Betriebssystem (Android/iOS) als auch die Wero-App auf dem neuesten Stand sind.
- Entwickleroptionen deaktivieren: In den Android-Einstellungen sind oft die „Entwickleroptionen“ oder das „USB-Debugging“ aktiviert. Schalten Sie diese testweise aus.
- Offizielle App-Stores nutzen: Haben Sie die App als APK aus dem Netz geladen? Löschen Sie diese und installieren Sie Wero ausschließlich über den offiziellen Google Play Store oder Apple App Store.
- VPN ausschalten: Manchmal stören aktive VPN-Verbindungen oder Adblocker auf DNS-Basis die Kommunikation mit den Sicherheitsserver von Wero.
Wenn gar nichts mehr hilft: Die Hardware-Falle
Sollten Sie ein sehr günstiges Smartphone eines weniger bekannten Herstellers nutzen, kann es sein, dass das Gerät von Haus aus die nötigen Google-Zertifizierungen nicht besteht. In diesem Fall ist die App auf diesem spezifischen Modell leider nicht nutzbar.
Wichtig für Sie: Erwägen Sie niemals, die Sicherheitsprüfung mit dubiosen Tools zu „umgehen“. Da es sich um eine Zahlungs-App handelt, riskieren Sie bei manipulierten Geräten den Diebstahl Ihrer sensiblen Bankdaten.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
