In der Welt des mobilen Bezahlens gibt es einen neuen Akteur: Wero. Als europäisches Gemeinschaftsprojekt der Banken gestartet, soll das System den US-Giganten wie PayPal Konkurrenz machen. Doch wie sieht es mit der Kompatibilität aus? Es lässt sich festhalten: Eine direkte Brücke zwischen Wero und PayPal existiert nicht.
Technologische Barrieren
Man muss verstehen, dass hier zwei völlig unterschiedliche Infrastrukturen aufeinandertreffen. Während PayPal als geschlossenes „Wallet-System“ agiert, bei dem Geld auf virtuellen Konten zwischengelagert wird, nutzt Wero die Infrastruktur der Banken für Echtzeit-Überweisungen (Instant Payments). Das Geld wandert innerhalb von Sekunden direkt vom Girokonto des Senders auf das des Empfängers.
Das Problem der Interoperabilität
Da Wero als eigenständiges Netzwerk konzipiert wurde, kann man Zahlungen nur innerhalb des teilnehmenden Bankenverbunds abwickeln. Eine PayPal-E-Mail-Adresse lässt sich in der Wero-Oberfläche nicht als Ziel angeben. Stattdessen werden Rufnummern genutzt. Wer also Geld an jemanden senden möchte, der ausschließlich PayPal nutzt, stößt hier an eine systembedingte Grenze.
Workarounds für den Alltag
Möchte man dennoch Beträge von einem System in das andere schieben, kann man dies nur über den Zwischenschritt des eigenen Bankkontos lösen:
- Geldfluss Richtung PayPal: Man empfängt eine Wero-Zahlung auf dem Girokonto. Im Anschluss kann man diesen Betrag nutzen, um das PayPal-Konto per klassischer Überweisung oder Lastschrift zu decken.
- Geldfluss Richtung Wero: Man veranlasst eine Auszahlung des PayPal-Guthabens auf das verknüpfte Bankkonto. Sobald die Gutschrift erfolgt ist, steht das Kapital für Wero-Transaktionen zur Verfügung.
Das geht am besten, wenn man Wero direkt in einer Banking App nutzt.
Wero bietet einen klaren Vorteil in der Geschwindigkeit und beim Datenschutz innerhalb Europas. Man sollte jedoch beachten, dass ein direkter Austausch mit PayPal-Nutzern nicht vorgesehen ist. Es handelt sich um eine bewusste Entscheidung für ein unabhängiges, europäisches System, das als Alternative und nicht als Ergänzung zu verstehen ist.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
