Schlagabtausch der Giganten: WhatsApp weist Elon Musks Vorwürfe zur Sicherheit scharf zurück

In einem hochkochenden Streit zwischen den führenden Köpfen der Tech-Welt hat WhatsApp-Chef Will Cathcart die Behauptungen von Elon Musk, der Messenger sei unsicher, als „völlig falsch“ und „absurd“ zurückgewiesen.

Auslöser der jüngsten Eskalation war eine Sammelklage, die in den USA gegen den Mutterkonzern Meta eingereicht wurde. Die Kläger behaupten darin, dass Meta entgegen seinen Versprechen technisch dazu in der Lage sei, Nachrichten mitzulesen. Elon Musk nutzte diese Vorlage prompt für einen Post auf seiner Plattform X: „WhatsApp ist nicht sicher. Sogar Signal ist fragwürdig. Nutzt X Chat.“

Die prompte Antwort aus dem Silicon Valley

Die Reaktion von Meta ließ nicht lange auf sich warten. In einer Reihe von Stellungnahmen positionierte sich das Unternehmen klar gegen die Vorwürfe des Tesla-Chefs:

  • Kein Zugriff auf private Daten: Will Cathcart betonte, dass die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sicherstelle, dass nur Sender und Empfänger die Inhalte lesen können. Die Schlüssel hierfür verbleiben lokal auf den Endgeräten der Nutzer.
  • Gegenangriff auf die Kläger: Cathcart warf den Anwälten hinter der Klage vor, eine zweifelhafte Agenda zu verfolgen. Er wies darauf hin, dass dieselbe Kanzlei in der Vergangenheit die NSO Group vertreten habe – jene Firma, die für die umstrittene Spionagesoftware „Pegasus“ verantwortlich ist.
  • Rechtliche Konsequenzen: Ein Sprecher von Meta bezeichnete die Klage als „frivoles fiktives Werk“ und kündigte an, rechtliche Schritte gegen die Verbreitung dieser „Desinformation“ zu prüfen.

Ein Kampf um Marktanteile

Branchenexperten sehen in Musks Angriff weniger eine fundierte Sicherheitsanalyse als vielmehr einen strategischen Schachzug. Da Musk versucht, X (ehemals Twitter) zu einer „Everything-App“ inklusive verschlüsselter Chats auszubauen, steht er in direkter Konkurrenz zu WhatsApp.

„Es ist ironisch, dass Kritik ausgerechnet von Plattformen kommt, die selbst erst seit Kurzem mit Verschlüsselung experimentieren, während WhatsApp das bewährte Signal-Protokoll seit über einem Jahrzehnt im Massenmarkt einsetzt“, so ein Sprecher von Meta.

Während der verbale Krieg zwischen Musk und Zuckerberg weitergeht, bleibt die technische Basis von WhatsApp nach aktuellem Stand der Kryptografie sicher. Unabhängige Experten bestätigen regelmäßig die Integrität des zugrundeliegenden Protokolls, auch wenn die Metadaten (wer wann mit wem schreibt) weiterhin bei Meta verbleiben.

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