Nach monatelangen Spekulationen und Code-Funden in HyperOS ist die Katze aus dem Sack: Xiaomi bringt mit dem Xiaomi Tag seinen ersten eigenen Bluetooth-Tracker nach Europa. Während Apple und Samsung ihre Ökosysteme streng bewachen, schlägt Xiaomi einen integrativeren Weg ein – und das zu einem Kampfpreis. Offizielle Vorstellung ist am 28. Feburar, die meisten Details sind aber bereits bekannt.
Inhaltsverzeichnis
Das Design: Kompakt und funktional
Der Xiaomi Tag setzt auf ein schlichtes, flaches Design. Mit einer Dicke von nur 7,2 mm und einem Gewicht von lediglich 10 Gramm ist er kaum größer als eine Münze. Das Gehäuse besteht aus robustem, weißem Kunststoff und verfügt über eine Öse, mit der er direkt am Schlüsselbund oder Rucksack befestigt werden kann – ein separates Case, wie beim Apple AirTag oft nötig, ist hier optional.
Die Technik: Ein Brückenbauer zwischen den Welten
Die größte Überraschung des Xiaomi Tags ist seine Vielseitigkeit. Er bricht die Mauern zwischen den Betriebssystemen auf:
- Duale Netzwerk-Unterstützung: Der Tracker unterstützt Berichten zufolge sowohl Apples „Wo ist?“-Netzwerk (Find My) als auch Googles „Mein Gerät finden“ (Find Hub). Nutzer müssen sich jedoch bei der Einrichtung für eines der beiden Netzwerke entscheiden.
- Konnektivität: Das Gerät nutzt den modernen Bluetooth 5.4 Standard für eine stabile Verbindung und verfügt über NFC für das schnelle Auslesen von Kontaktinformationen durch Finder.
- Batterielaufzeit: Im Inneren werkelt eine klassische CR2032-Knopfzelle. Diese soll den Tracker für rund ein Jahr mit Energie versorgen und kann vom Nutzer selbst gewechselt werden.
- Fehlendes UWB: In der Standardversion verzichtet Xiaomi auf Ultra-Wideband (UWB). Eine zentimetergenaue „Präzisionssuche“ fehlt also; man verlässt sich stattdessen auf das akustische Signal und die Standortbestimmung via Bluetooth-Mesh.
HyperOS-Integration
Für Xiaomi-Nutzer bietet der Tag tiefe System-Integrationen. Innerhalb von HyperOS lassen sich „vertrauenswürdige Personen“ festlegen. Das verhindert, dass Partner oder Freunde Warnmeldungen über einen „fremden Tracker“ erhalten, wenn man gemeinsam verreist – ein oft kritisches Komfort-Feature.
Preis und Verfügbarkeit
Xiaomi bleibt seiner Linie treu und unterbietet die Konkurrenz deutlich. Erste Listungen bei europäischen Händlern (u.a. Xiaomi Frankreich) bestätigen folgende Preise:
| Produkt | Unverbindliche Preisempfehlung (UVP) |
| Xiaomi Tag (Einzelstück) | 17,99 € |
| Xiaomi Tag (4er-Pack) | 59,99 € |
Damit kostet ein Viererpack von Xiaomi in etwa so viel wie zwei einzelne AirTags der zweiten Generation. Die offizielle Weltpremiere findet zusammen mit der Xiaomi 17 Serie am 28. Februar 2026 in Barcelona statt.
Fazit: Der Xiaomi Tag ist kein technisches Wunderwerk, aber ein strategisch genialer Schachzug. Durch die Unterstützung beider großer Such-Netzwerke und den extrem niedrigen Preis dürfte er schnell zum Standard-Accessoire für preisbewusste Nutzer werden.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
