In der größten privaten Finanzierungsrunde der Wirtschaftsgeschichte hat der KI-Pionier OpenAI ein massives Kapitalpaket geschnürt. Wie das Unternehmen am Freitag offiziell mitteilte, fließen dem ChatGPT-Entwickler insgesamt 110 Milliarden US-Dollar an frischem Kapital zu. Die Post-Money-Bewertung steigt damit auf den astronomischen Wert von 840 Milliarden US-Dollar, womit OpenAI zu den 15 wertvollsten Unternehmen der Welt aufschließt.
Das Investment wird von einem Trio technologischer Schwergewichte angeführt, wobei sich die Machtverhältnisse im KI-Sektor signifikant verschieben:
- Amazon (AMZN.O): Mit einer Zusage von insgesamt 50 Milliarden US-Dollar wird der E-Commerce- und Cloud-Riese zum größten neuen Partner. Davon fließen 15 Milliarden Dollar sofort, während weitere 35 Milliarden an technologische Meilensteine gebunden sind.
- SoftBank: Der japanische Tech-Investor steuert 30 Milliarden US-Dollar bei und untermauert damit seine Wette auf eine globale KI-Infrastruktur.
- Nvidia (NVDA.O): Der Chip-Marktführer beteiligt sich ebenfalls mit 30 Milliarden US-Dollar. Dieses Investment ersetzt laut Branchenkennern eine im September diskutierte Struktur und festigt Nvidias Rolle als infrastrukturelles Rückgrat von OpenAI.
Strategischer Schwenk: Integration von Amazon-Chips
Ein Kernaspekt der neuen Runde ist die vertiefte Partnerschaft mit Amazon. OpenAI hat sich verpflichtet, zwei Gigawatt (GW) Rechenkapazität auf Basis von Amazons hauseigenen „Trainium“-Chips (Generation 3 und 4) zu nutzen. Zudem wird die Cloud-Sparte AWS der exklusive Drittanbieter für die neue Unternehmensplattform OpenAI Frontier.
Trotz dieses massiven Einstiegs von Amazon betonte OpenAI, dass die „Ehe“ mit Microsoft (MSFT.O) bestehen bleibt: Microsoft Azure bleibt der exklusive Cloud-Provider für die öffentlichen APIs und die eigenen Endkundenprodukte von OpenAI. Auch die exklusiven Lizenzen für geistiges Eigentum verbleiben in Redmond.
Nutzerzahlen auf Rekordniveau
Parallel zur Finanzierung veröffentlichte OpenAI beeindruckende Nutzerstatistiken, die den enormen Kapitalbedarf rechtfertigen:
- 900 Millionen wöchentlich aktive Nutzer (ein Anstieg von 200 Millionen innerhalb von nur sechs Monaten).
- Über 50 Millionen zahlende Abonnenten im Privatkundenbereich.
- Neun Millionen zahlende Anwender im Enterprise-Sektor.
- Das Entwickler-Tool Codex verdreifachte seine Nutzerzahlen seit Jahresbeginn auf 1,6 Millionen pro Woche.
Die Kapitalspritze dient primär dazu, die explodierenden Inferenz- und Trainingskosten zu decken, die sich bis 2030 auf schätzungsweise 440 Milliarden Dollar summieren könnten. Marktbeobachter sehen in diesem Mega-Deal das letzte große Signal vor einem für Ende 2026 erwarteten Börsengang (IPO).
Weder OpenAI noch Nvidia wollten sich zunächst dazu äußern, ob die aktuelle 30-Milliarden-Beteiligung von Nvidia das zuvor kolportierte 100-Milliarden-Infrastrukturpaket vollständig ersetzt oder lediglich eine erste Tranche darstellt.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
