Von der Hardware-Front gibt es Neues zu berichten: Während Samsung beim Galaxy S26 auf Evolution und KI-Integration setzt, schlägt Xiaomi mit dem Modell 17 einen Weg ein, der vor allem Spec-Enthusiasten hellhörig macht. Wir haben uns die technischen Daten der beiden Kontrahenten angesehen, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
Inhaltsverzeichnis
Samsung: 2 Nanometer und das Exynos-Dilemma
In guter Tradition stattet Samsung die europäische Variante des Galaxy S26 mit dem hauseigenen Exynos 2600 aus. Das Spannende daran: Der Chip wird erstmals im 2-nm-GAA-Verfahren gefertigt. Auf dem Papier verspricht das eine höhere Effizienz gegenüber dem im Xiaomi verbauten Snapdragon 8 Elite Gen 5 (3 nm). Erste Benchmarks deuten jedoch darauf hin, dass Qualcomm bei der Single-Core-Performance der eigenen Oryon-Kerne weiterhin die Nase vorn hat. Samsung setzt stattdessen auf eine 10-Kern-Architektur und eine Xclipse-960-GPU auf RDNA-Basis, die vor allem beim Raytracing punkten soll – ein Feature, das im mobilen Alltag mangels Software-Unterstützung weiterhin eher ein Nischendasein fristet.
VIDEO Das Galaxy S26 im ersten Eindruck
Xiaomi: Akku-Kapazität als Kampfansage
Der eigentliche Paukenschlag kommt aus China. Xiaomi verbaut im Modell 17 einen Silizium-Kohlenstoff-Akku mit satten 7.000 mAh (in der chinesischen Version). Für die globale Variante wird aufgrund von Transportvorgaben mit einer Reduzierung auf etwa 6.330 mAh gerechnet – was immer noch fast 50 Prozent mehr Kapazität ist als die mickrigen 4.300 mAh, die Samsung seinem Basismodell spendiert.
Gepaart mit der 100-Watt-Ladefunktion deklassiert Xiaomi das Galaxy S26 in der Disziplin „Energie“, da Samsung weiterhin bei konservativen 25 Watt verharrt. Wer sein Smartphone also nicht nur als Briefbeschwerer nutzt, dürfte bei Xiaomi deutlich seltener die Steckdose suchen.
| Merkmal | Samsung Galaxy S26 | Xiaomi 17 |
| Display | 6,3″ Dynamic AMOLED 2X (LTPO) | 6,36″ LTPO OLED |
| Auflösung | 2.340 x 1.080 Pixel (FHD+) | 2.656 x 1.220 Pixel (1.5K) |
| Helligkeit (Peak) | 2.600 Nits | 3.500 Nits |
| Prozessor | Exynos 2600 (2 nm) | Snapdragon 8 Elite Gen 5 (3 nm) |
| Arbeitsspeicher | 12 GB LPDDR5X | 12 GB / 16 GB LPDDR5X |
| Interner Speicher | 256 GB / 512 GB (UFS 4.0) | 256 GB / 512 GB / 1 TB (UFS 4.1) |
| Hauptkamera | 50 MP (f/1.8, OIS) | 50 MP (Light Fusion 950, f/1.6) |
| Telekamera | 10 MP (3x optisch) | 50 MP (2,6x optisch, Makro) |
| Ultraweitwinkel | 12 MP (f/2.2) | 50 MP (f/2.4) |
| Frontkamera | 12 MP (f/2.2) | 50 MP (f/2.2) |
| Akkukapazität | 4.300 mAh | 7.000 mAh (China) / 6.330 mAh (Global) |
| Laden (Kabel) | 25 Watt | 100 Watt |
| Laden (Wireless) | 15 Watt | 50 Watt |
| Schutzklasse | IP68 | IP69 |
| Software | Android 16 (7 Jahre Updates) | Android 16 (HyperOS 3.0) |
| Gewicht | 167 g (sehr leicht) | ca. 188 g |
Kameras: Leica-Voodoo gegen Sensor-Recycling?
Bei der Kamera bleibt Samsung bei seinem bewährten 50-MP-Hauptsensor. Die Verbesserungen finden hier primär in der Software statt: „Galaxy AI“ soll Bildrauschen unterdrücken und Details herbeizaubern, wo der kleine Sensor physikalisch an Grenzen stößt.
Xiaomi geht den Hardware-Weg und verbaut drei 50-Megapixel-Sensoren. Besonders der neue Light Fusion 950 Hauptsensor mit Leica-Optik verspricht einen Dynamikumfang, der klassische Smartphone-Kameras alt aussehen lässt. Kritisch bleibt jedoch Xiaomis Bildverarbeitung, die oft zu aggressiv nachschärft – ein Punkt, bei dem Samsung meist die natürlichere Abstimmung liefert.
VIDEO Das Xiaomi 17 vorgestellt
Display und Software: Sieben Jahre gegen HyperOS
In puncto Bildschirm liefern beide Top-Niveaus ab: 120-Hz-LTPO-Panels sind Standard. Xiaomi lockt mit einer Peak-Helligkeit von 3.500 Nits, was vor allem bei direkter Sonneneinstrahlung Vorteile bringt. Samsung kontert mit einer überlegenen Entspiegelung („Gorilla Armor 2“) und der marktführenden Update-Garantie von sieben Jahren. Xiaomi bietet hier bisher keine vergleichbare langfristige Sicherheit für sein HyperOS 3.0, das zudem in der europäischen Version immer noch mit vorinstallierter Bloatware zu kämpfen hat.
Vorläufiges Fazit
Das Samsung Galaxy S26 ist das vernünftige, langlebige Werkzeug für Nutzer, die im Ökosystem bleiben wollen. Das Xiaomi 17 hingegen ist die mutigere Hardware-Maschine, die vor allem durch den massiven Akku und die schnellen Ladezeiten ein Problem löst, das Samsung seit Jahren ignoriert. Ob die 2-nm-Fertigung des Exynos den kleinen Akku kompensieren kann, müssen erste ausführliche Tests im c’t-Labor zeigen.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
