Während die Fachwelt noch über die aktuelle Blackwell-Generation staunt, stellt Nvidia hinter den Kulissen bereits die Weichen für die Jahre 2026 und 2027. Ein aktueller Bericht des renommierten Analysten Ming-Chi Kuo gibt tiefe Einblicke in die Lieferkette und kündigt einen neuen Upgrade-Zyklus bei den Materialien für AI-Server an. Im Zentrum stehen dabei das neue Trägermaterial M10 und der Leiterplatten-Spezialist WUS Printed Circuit.
Inhaltsverzeichnis
Der Sprung auf M10: Mehr als nur ein Material-Upgrade
Für die nächste Generation von High-End-Servern reicht das aktuelle M9-Material (Copper Clad Laminate, CCL) nicht mehr aus. Nvidia hat zusammen mit WUS Printed Circuit mit der Erprobung des Nachfolgers M10 begonnen.
Dieses Material ist entscheidend, um die extrem hohen Datenraten zukünftiger Plattformen verlustfrei zu bewältigen. Interessant ist dabei die technische Evolution:
- Glasfaser-Technologie: Um die Herstellbarkeit und kommerzielle Rentabilität zu sichern, könnte das ursprünglich angedachte Quarzgewebe im M10-Material durch Low Dk-2 Glass ersetzt werden.
- Flexiblere Lieferkette: Während bei M9 fast ausschließlich die Elite Material Co. (EMC) als Lieferant fungierte, testet Nvidia für M10 bereits drei Anbieter – neben EMC sind ein chinesischer und ein taiwanesischer Partner im Rennen. Dies sorgt für mehr Stabilität und Preisdruck in der Supply Chain.
Kyber, Rubin Ultra und Feynman: Die Zielplattformen
Das neue M10-Material ist kein Selbstzweck, sondern das Fundament für Nvidias ehrgeizige Roadmap:
- Kyber-Racks: Die nächste Generation der Server-Racks.
- Rubin Ultra & Feynman: Die für 2027 und darüber hinaus geplanten Plattformen, die Blackwell und Rubin beerben werden.
Ein technologisches Highlight ist der Wechsel zu orthogonalen Backplanes. Diese Bauweise soll die bisherige „Cartridge“-Architektur ersetzen und erlaubt eine direktere, schnellere Verbindung der Komponenten im Rack – ein Muss für die Skalierung auf Millionen von Rechenkernen.
Spezialist für Inferenz: LPU/LPX-Systeme
Ein weiterer wichtiger Pfeiler in Kuos Bericht ist die Rolle von WUS bei den neuen LPU/LPX-Racks. Diese sind speziell auf Inferenz – also die Anwendung von KI-Modellen – bei extrem niedrigen Latenzen optimiert.
Hier kommen beeindruckende 52-lagige Leiterplatten zum Einsatz. Die Massenproduktion dieser Systeme soll bereits zwischen dem vierten Quartal 2026 und dem ersten Quartal 2027 anlaufen.
Zeitplan und Marktbedeutung
Die ersten Proben des M10-Materials wurden bereits im ersten Quartal 2026 verschickt, erste Testergebnisse werden für das zweite Quartal erwartet. Verläuft alles nach Plan, ist mit der Massenproduktion im zweiten Halbjahr 2027 zu rechnen.
Für Anleger und Technik-Enthusiasten zeigt dies: Nvidia ruht sich nicht auf seinem Fast-Monopol aus. Das Unternehmen treibt die physischen Grenzen der Signalübertragung aktiv voran, um die „AI-Fabriken“ der nächsten Dekade zu ermöglichen.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
