Wenn beim Surfen im Internet plötzlich die Meldung „Unsere Systeme haben ungewöhnlichen Datenverkehr aus Ihrem Computernetzwerk festgestellt“ auf dem Bildschirm erscheint, sorgt das im ersten Moment oft für Verunsicherung. Die Warnung wird in den meisten Fällen von Suchmaschinen wie Google ausgegeben, um das eigene Netzwerk vor automatisierten Zugriffen zu schützen. Grund dafür ist meist eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Anfragen, die von Ihrer IP-Adresse ausgeht. Warum diese Meldung angezeigt wird und mit welchen einfachen Schritten Sie die Sperre sofort aufheben können, erfahren Sie im Folgenden.
Die gute Nachricht: In den meisten Fällen liegt kein Virus und auch kein eigenes Verschulden vor. In der Regel liegt es am Internet-Anbieter oder einem VPN System.

Die häufigsten Ursachen
- Aktivierter VPN-Dienst oder Apple Private Relay: Sehr viele Nutzer surfen über denselben VPN-Server. Schickt einer davon automatisierte Anfragen (Scraper, Bots), wird die IP-Adresse für alle Nutzer dieses Servers vorübergehend gesperrt.
- Geteilte IP-Adresse beim Internetanbieter (CGNAT): Viele Mobilfunk- und Kabelanbieter teilen eine einzige öffentliche IP-Adresse unter hunderten Haushalten auf. Sendet jemand anderes in diesem Adressbereich Anfragen, betrifft die Meldung das gesamte Segment. Im Mobilfunkbereich ist das Verwenden von geteilten IP-Adressen (mittels CGNAT – Carrier-Grade NAT) absoluter Standard. Da es weltweit längst nicht mehr genügend IPv4-Adressen gibt, um jedem Smartphone eine eigene, exklusive öffentliche IPv4-Adresse zuzuweisen, teilen sich bei Mobilfunkverbindungen hunderte oder tausende Nutzer eine einzige öffentliche IP-Adresse. Bei mobilen Anfragen taucht diese Meldung daher oft auf.
- Browser-Erweiterungen (Add-ons): Bestimmte Plug-ins (z. B. Adblocker, SEO-Tools oder automatische Preisvergleiche) senden im Hintergrund viele Anfragen in kurzer Zeit an Suchmaschinen.
- Schadsoftware (selten): In Ausnahmefällen kann sich ein Programm auf dem Gerät befinden, das heimlich Daten abfragt oder Teil eines Botnetzes ist.
Lösungsansätze zur Behebung des Problems
- CAPTCHA lösen: Das Bestätigen des Häkchens bei „Ich bin kein Roboter“ oder das Lösen eines Bild-Rätsels hebt die Blockade meist sofort auf.
- VPN / Proxy testweise ausschalten: Nach dem Deaktivieren eines VPN-Dienstes oder von Apple Private Relay lässt sich prüfen, ob die Ursache an der IP-Adresse des VPN-Servers lag.
- Router neu starten (bei Heim-WLAN): Ein Trennen des WLAN-Routers vom Stromnetz für etwa 30 Sekunden führt bei vielen Anbietern zur Vergabe einer neuen öffentlichen IP-Adresse.
- Flugmodus am Smartphone nutzen: Durch kurzes Ein- und Ausschalten des Flugmodus oder den Wechsel vom WLAN ins mobile Datennetz wird dem Gerät eine neue IP-Adresse zugewiesen.
- Browser-Erweiterungen deaktivieren: Das versuchsweise Deaktivieren von Erweiterungen oder die Nutzung eines privaten Fenster-Modus (Inkognito) hilft dabei, fehlerhafte Plug-ins als Ursache zu identifizieren.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
