So viel Datenvolumen verbrauchen Videos bei Youtube, Facebook und Co. – Jeder Besitzer eines Smartphones schaut sich zumindest gelegentlich auch Videos auf seinem Gerät an und seien es nur Videos, die per WhatsApp verschickt wurden. Das Konsumieren von Videos kann besonders unterwegs Zeit überbrücken und dafür sorgen, dass keine Langeweile aufkommt. Schließlich kann man auch unterwegs Filme und Serien bei Streaming-Diensten wie Amazon Video und Netflix genießen. Doch im Internet tummeln sich noch viel mehr Videos. In sozialen Medien teilen Menschen fleißig Videos und so möchte man sich vielleicht auch manche dieser Videos anschauen, wenn sie einen ansprechen. Man kommt also nur schwer an Videos vorbei. Wer jedoch unterwegs über sein Smartphone Videos abspielt tut dies auf Kosten seines Datenvolumens, denn Videos haben einen recht hohen Datenverbrauch. Wie hoch der Verbrauch an Datenvolumen bei Videos auf unterschiedlichen Plattformen ist, hat nun das Verbraucherportal Verivox ermittelt. Hier ist die Liste des verbrauchten Datenvolumens die eine Minute Video auf unterschiedlichen Medien mit sich bringt:
- Facebook: rund 3 Megabyte (MB)
- YouTube: zwischen 5 MB und 30 MB (je nach Qualität der Auflösung)
- WhatsApp: zwischen 12 MB und 20 MB
- Snapchat: circa 15 MB
- Streaming-Dienste (Amazon, Netflix, maxdome etc.): zwischen 5 MB und 116 MB (je nach Dienst und Auflösung)
- Instagram: 1 bis 5 Megabyte pro Bild/Beitrag
Hinweis: mittlerweile macht es einen deutlichen Unterschied, ob man die Portale per Handy oder Desktop nutzt, denn auf dem Handy werden oft standardmäßig kleiner Formate genutzt und damit weniger Volumen übertragen.
Besonders wenn das inklusive Datenvolumen des Handytarifs nicht sonderlich groß ist, kann schon eine geringe Nutzung von Videos das Inklusivvolumen übersteigen. Ist das Datenvolumen aufgebraucht wird die Geschwindigkeit, mit der man surfen kann, erheblich gedrosselt, sodass einige Funktionen nahezu unmöglich werden. Im schlimmsten Fall nutzt der Handytarif die sogenannte Datenautomatik und neues Datenvolumen wird kostenpflichtig nachgebucht. Es gibt jedoch einige Einstellungen, die man berücksichtigen kann, sodass beim Ansehen von Videos möglichst wenig Datenvolumen verbraucht wird und somit zusätzliche Kosten und Drosselung verhindert werden können.
TIPP: Mittlerweile bieten fast alle Mobilfunk-Anbieter bereits deutlich mehr Datenvolumen als noch vor einigen Jahren an. Bei Problemen mit der Drosselung kann es daher helfen, auf einen aktuellen Tarif mit mehr Volumen zu wechseln. 10 GB Flat und auch 20 GB Allnet Flat sind dabei bereits für unter 20 Euro monatlich zu bekommen und auch unbegrenztes Datenvolumen findet man mittlerweile bei einigen Anbieter. UPDATE: Mittlerweile findet man auch Tarife mit 50 GB oder 100 GB Handy Flat bei den Discountern und damit recht günstig.
Inhaltsverzeichnis
Die meistgenutzten Apps in Deutschland und deren durchschnittlicher Datenverbrauch
Laut einer Studie von Statista sind die 20 meistgenutzten Apps in Deutschland im Jahr 2023 folgende:
App | Datenverbrauch pro Monat |
---|---|
YouTube | 1,2 GB |
Netflix | 1,1 GB |
0,8 GB | |
0,7 GB | |
0,6 GB | |
Snapchat | 0,5 GB |
TikTok | 0,4 GB |
Spotify | 0,3 GB |
Google Maps | 0,2 GB |
Telegram | 0,1 GB |
Skype | 0,1 GB |
Amazon Prime Video | 0,1 GB |
0,1 GB | |
0,1 GB | |
Gmail | 0,1 GB |
0,1 GB |
Diese Zahlen sind nur Schätzungen, da der tatsächliche Datenverbrauch von verschiedenen Faktoren abhängt, wie z. B. der Nutzung der App, der Qualität des Videos oder Audios und der Einstellung der App.
Folgende Einstellungen verringern den Datenverbrauch
Eine Möglichkeit, die man in Erwägung ziehen kann, ist zum Beispiel die Autoplay-Funktion. Diese sollte man so einstellen, dass sie nur aktiviert ist, wenn sie das Gerät im WLAN befindet. Auch besonders hochauflösende Videos sollte man nur im WLAN anschauen. Dies kann man bei YouTube auch in den App-Einstellungen festlegen. Unter dem Unterpunkt „Qualität“ kann man dort einige Änderungen vornehmen. So hat man unterwegs gar nicht die Möglichkeit auf YouTube Videos zu schauen, die sehr viel Datenvolumen verbrauchen.
Einige Messenger bieten auch die Möglichkeit, das Herunterladen von Videos zu verhindern, wenn das Gerät nicht mit einem WLAN-Netzwerk verbunden ist. So kann man bei WhatsApp unter dem Menüpunkt „Mehr Möglichkeiten“ den Daten-Sparmodus aktivieren. Dieser verhindert, dass Inhalte wie Videos automatisch heruntergeladen werden. Bei zu großen Videos blockiert WhatsApp sogar automatisch die Übertragung. Laut Verivox betrifft dies Videodateien ab einer Größe von circa 16 MB.
Um Datenvolumen beim Streaming zu sparen, gibt es verschiedene Ansätze, die man nutzen kann. Hier sind praktische Tipps, die man umsetzen kann, um den Verbrauch zu reduzieren:
1. Videoqualität anpassen
- Man kann die Videoqualität in der Streaming-App (z. B. Netflix, YouTube, Amazon Prime) manuell herabsetzen. Statt 4K oder HD wählt man SD (Standard Definition, z. B. 480p), was deutlich weniger Daten verbraucht.
- Beispiel: Auf YouTube kann man unter „Einstellungen“ > „Qualität“ eine niedrigere Auflösung wählen.
- Datenverbrauch: 4K ≈ 7 GB/Stunde, HD ≈ 1-3 GB/Stunde, SD ≈ 0,3-0,7 GB/Stunde.
2. Datenlimit-Funktion nutzen
- Viele Apps bieten eine Option, mit der man den Datenverbrauch begrenzen kann. Bei Netflix kann man z. B. unter „Wiedergabeeinstellungen“ den Modus „Daten sparen“ aktivieren, der die Qualität automatisch optimiert.
- Man verbraucht dann etwa 0,3 GB pro Stunde statt bis zu 3 GB in hoher Qualität.
3. Offline-Modus verwenden
- Man kann Inhalte im WLAN herunterladen und später offline ansehen. Apps wie Netflix, Amazon Prime oder Spotify erlauben das Herunterladen von Filmen, Serien oder Musik.
- So vermeidet man jeglichen Datenverbrauch unterwegs.
4. WLAN bevorzugen
- Wenn möglich, streamt man nur im WLAN und deaktiviert mobile Daten für Streaming-Apps. Unter Android/iOS kann man in den Einstellungen festlegen, dass bestimmte Apps nur WLAN nutzen dürfen.
5. Audio-Streaming statt Video
- Wenn man hauptsächlich Musik oder Podcasts hören möchte, wählt man Audio-Streaming (z. B. Spotify) statt Video-Content. Audio verbraucht viel weniger Daten (ca. 40-150 MB/Stunde je nach Bitrate).
6. Autoplay deaktivieren
- Man kann die Autoplay-Funktion ausschalten (z. B. bei YouTube oder Netflix), damit nicht automatisch das nächste Video geladen wird, wenn man es nicht braucht.
7. Datenverbrauch überwachen
- Man sollte regelmäßig den Datenverbrauch im Auge behalten, z. B. über die Smartphone-Einstellungen (unter „Datenverbrauch“ bei Android/iOS). So erkennt man, welche Apps am meisten Volumen ziehen, und kann entsprechend handeln.
8. Hintergrunddaten einschränken
- Man kann verhindern, dass Streaming-Apps im Hintergrund Daten laden, indem man unter „Mobile Daten“ > „Datennutzung“ die Hintergrundaktivität deaktiviert.
Zusätzliche Tipps:
- Man könnte auch einen Tarif mit mehr Datenvolumen wählen, falls Streaming unvermeidbar ist, aber sparen bleibt oft die günstigere Option.
- Bei Musik-Streaming kann man die Bitrate senken (z. B. bei Spotify von 320 kbps auf 96 kbps), um den Verbrauch zu halbieren.
Mit diesen Methoden kann man den Datenverbrauch beim Streaming erheblich reduzieren und sein Volumen effizienter nutzen!
Passender Mobilfunktarif auswählen
Sind alle Einstellungen entsprechend getätigt und der Videokonsum übertrifft das inklusive Datenvolumen immer noch, dann sollte man den Mobilfunktarif an das Nutzungsverhalten anpassen. Besonders wenn unterwegs doch viele Videos geschaut werden, bringt auch die geminderte Qualität durch diverse Einstellungen nicht viel. Hier muss ein Tarif mit ausreichend Datenvolumen her, sodass eine Drosselung umgangen werden kann. Hier lohnt sich durchaus ein Tarif, der 10 GB Datenvolumen oder mehr enthält. Da es mittlerweile immer mehr Discount-Anbieter auf dem Mobilfunkmarkt gibt, bekommt man solche Tarife schon zwischen 10 Euro und 15 Euro pro Monat und dies sogar ohne risikoreiche Datenautomatik.
VIDEO unbegrenzte Tarife bei Vodafone
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