Die Leica Camera AG entwickelt und verkauft seit Juli 2021 eigene Smartphones unter dem Markennamen Leitz Phone. Die Geschichte des Unternehmens im Mobilfunksektor gliedert sich in verschiedene Entwicklungsphasen:
1. Die Ära der Partnerschaften (ab 2016)
Bevor Leica ein eigenes Smartphone herausbrachte, setzte der Wetzlarer Traditionsspezialist auf strategische Entwicklungs-Partnerschaften:
- Huawei (2016–2021): Mit der Vorstellung des Huawei P9 im Jahr 2016 stieg Leica prominent in den Smartphone-Markt ein. Leica wirkte an der Optikentwicklung, Farbabstimmung und Software-Gestaltung der Kamerasysteme mit, was Mobiltelefonen wie der P- und Mate-Serie zu internationaler Bekanntheit im Bereich der Fotografie verhalf.
- Xiaomi (ab 2022): Nach dem Ende der Kooperation mit Huawei ging Leica eine strategische Partnerschaft mit Xiaomi ein, um Flaggschiff-Smartphones im Kamerabereich zu optimieren und gemeinsame Bildverarbeitungs-Algorithmen zu entwickeln.
2. Das erste eigene Smartphone: Leitz Phone 1 (2021)
Im Juli 2021 brachte Leica das Leitz Phone 1 auf den Markt. Es handelte sich um das erste Smartphone, das unter der eigenen Marke Leica lief und das prägnante Firmen-Design trug.
- Kooperationspartner: Hardwaretechnisch entstand das Gerät in enger Zusammenarbeit mit der Sharp Corporation auf Basis des Sharp Aquos R6.
- Besonderheiten: Das Telefon verfügte über einen für damalige Verhältnisse außergewöhnlich großen 1-Zoll-Bildsensor mit 20 Megapixeln, eine reduzierte, edle Aluminium-Hülle mit Rändelung an den Seiten sowie eine ikonische, magnetische Objektivabdeckung aus Metall mit Leica-Logo.
- Verfügbarkeit: Das Leitz Phone 1 erschien exklusiv auf dem japanischen Markt über den Mobilfunkanbieter SoftBank.
3. Weiterentwicklung: Die Nachfolgemodelle
Nach dem Start der eigenen Smartphone-Reihe entwickelte Leica das Konzept auf dem asiatischen Markt fort:
- Leitz Phone 2 (Ende 2022): Das Nachfolgemodell bot verbesserte Hardware (u. a. einen 47-Megapixel-Sensor auf Basis von Sharps Flaggschiff-Technologie) und spezialisierte Software-Modi („Leitz Looks“), die Eigenschaften legendärer Leica-M-Objektive simulierten.
- Leitz Phone 3 (2024): Das Modell setzte den Fokus erneut auf Software-Feinschliff, variable Blenden-Effekte und verbesserte Bildverarbeitung zur Rauschreduzierung.
Leica baut eigene Handys seit Sommer 2021. Während der Hersteller die grundlegende Hardware- und Displayplattform in Lizenzfertigung von Partnern wie Sharp produzieren lässt, stammen das Industriedesign, die optische Abstimmung des Kamerasystems sowie die softwareseitige Farb- und Bildverarbeitung aus dem Hause Leica.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
