Schreck nach dem Urlaub: 11.000 Euro Handy-Rechnung

Im Kunden-Forum von O2 gibt es derzeit wieder einen Fall von einer richtig hohen Rechnung nach einem Aufenthalt im Urlaub. Konkret schreibt ein Kunde, dass nach dem Urlaub in der Türkei 10.800 Euro Mobilfunk-Kosten zusammen gekommen sein sollen. Der Urlaub war dabei aber nur 6 Tage lang und WLAN war auch die ganze Zeit aktiv, daher bleibt offen, wie genau dieser Betrag zu Stande gekommen sein sollte.

Normalerweise sollten sollten Beträge nicht mehr möglich sein, denn es gibt umfangreiche Warnfunktionen im Ausland, um genau solche Kosten zu verhindern. Kunden bekommen Warnhinweise bei einem Betrag von 50 Euro und ab 100 Euro muss die Nutzung separat freigeschaltet werden. Daher ist offen, wie automatisch eine Summer von 10.800 Euro zu Stande gekommen sein könnte.

Die Bundesnetzagentur schreibt zu den Regelungen:

Sobald Sie 80 Prozent der automatischen Kostengrenze von 50 Euro (netto) oder einer sonstigen individuellen Obergrenze erreicht haben, muss der Anbieter Ihnen dies auf Ihrem mobilen Endgerät mitteilen. Zusätzlich kann der Roaming-Anbieter weitere, niedrigere oder höhere Obergrenzen einrichten. Ist eine automatische Obergrenze von 100 Euro (netto) erreicht, wird die Roaming-Datennutzung beendet und Sie erhalten weitere Information wie Sie ggf. die Datennutzung kostenpflichtig fortsetzen können und welche Gebühren pro weiterer Nutzungseinheit (KByte/Mbyte/GByte) anfallen. Die Datenverbindung bleibt unterbrochen, wenn Sie nicht aktiv auf diese Nachricht reagieren. 

Weltweit: Die Kostenbegrenzungsfunktion für mobiles Daten-Roaming ist seit dem 1. Juli 2012 grundsätzlich auch weltweit gültig. Das ist nur möglich, wenn der ausländische Netzbetreiber im Drittstaat Ihr Nutzungsverhalten in Echtzeit erfassen kann. 

O2 hat in diesem Fall auch bereits reagiert. Die Rechnung wurde intern reklamiert und wird geprüft. Man kann davon ausgehen, dass der Betrag wohl zurückerstattet oder zumindest nicht abgebucht wird. Vor einigen Jahren noch waren solche Rechnungen im Ausland ein größeres Problem, wenn man zu sorglos mit dem Handy unterwegs war. Durch die neuen Regelung in der EU und auch darüber hinaus sind solche Fälle aber die absolute Ausnahme geworden und wahrscheinlich handelt es sich auch bei diesem Fall um ein technisches Problem und um keine wirkliche Nutzung.


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