Apple: Weitere Geschäftsbereiche könnten unter den Digital Markets Act (DMA) fallen

Die EU-Kommission prüft derzeit, ob Apples Werbegeschäft und der Kartendienst Apple Maps unter die strengsten Vorgaben des Digital Markets Act (DMA) fallen sollen. Nach dem Gesetz müssen große Plattformen mit mehr als 45 Millionen monatlich aktiven Nutzern in Europa die Kommission informieren, sobald dieser Schwellenwert überschritten wird. Apple hat bestätigt, dass sowohl Apple Ads als auch Apple Maps diese Kriterien erfüllen.

Mögliche Folgen
Sollten die Dienste als sogenannte „Gatekeeper“ eingestuft werden, würden für sie ähnliche Verpflichtungen gelten wie bereits für den App Store, iOS und Safari. Dazu zählen unter anderem:

  • die Sicherstellung von Interoperabilität mit konkurrierenden Diensten,
  • das Verbot von Selbstbevorzugung bei Rankings oder Anzeigenplatzierungen,
  • sowie die Gewährleistung eines fairen Zugangs für Wettbewerber.

Apple vertritt die Auffassung, dass Ads und Maps nicht unter die Gatekeeper-Regeln fallen sollten. Das Unternehmen verweist darauf, dass Apple Ads nur einen geringen Anteil am digitalen Werbemarkt habe und Apple Maps im Bereich Navigation nicht führend sei, da Google Maps weiterhin den Markt dominiert.

Zeitplan der Regulierung
Die Kommission hat nun 45 Arbeitstage Zeit, um über die Einstufung zu entscheiden. Sollte eine Gatekeeper-Designation erfolgen, hätte Apple sechs Monate, um die Vorgaben des DMA umzusetzen. Die Prüfung erfolgt vor dem Hintergrund einer verschärften Durchsetzung: Anfang 2025 wurden Apple und Meta wegen Verstößen gegen den DMA mit insgesamt 700 Millionen Euro sanktioniert.

Der Fall verdeutlicht, dass die EU ihre Aufsicht über große Technologieunternehmen über zentrale Betriebssysteme und App-Stores hinaus ausweiten will. Für Apple könnte die Entscheidung Auswirkungen auf die Vermarktung seiner Werbedienste und die Positionierung von Maps in Europa haben. Für die Regulierungsbehörden ist es ein Test, ob der DMA auch auf Dienste angewendet werden kann, die zwar nicht global dominieren, aber die gesetzlichen Schwellenwerte erreichen


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