Samsung hat seine vorläufigen Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt. Während der Konzern dank des Booms bei KI-Speicherchips einen historischen Rekordgewinn einfährt, bereiten die steigenden Kosten für Smartphones Sorgen. teltarif.de zeigt, was das für die kommenden Galaxy-Modelle bedeuten könnte.
Rekordjagd dank Halbleitern
Samsung Electronics schwimmt wieder auf einer Erfolgswelle – zumindest, was die Bilanz angeht. Laut der aktuellen „Earnings Guidance“ für das vierte Quartal 2025 kletterte der Umsatz auf rund 93 Billionen Won (ca. 65 Milliarden Euro). Das ist ein Plus von satten 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Noch beeindruckender liest sich der operative Gewinn: Mit rund 20 Billionen Won (ca. 14 Milliarden Euro) konnte Samsung sein Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum (6,49 Bio. Won) mehr als verdreifachen. Der Grund für diesen „Earnings Surprise“ ist schnell gefunden: Die weltweit riesige Nachfrage nach High Bandwidth Memory (HBM), also spezialisierten Speicherchips für Künstliche Intelligenz, hat Samsung eine Sonderkonjunktur beschert.
Smartphone-Sparte: Margendruck durch teure Komponenten
Doch blickt man hinter die glänzenden Fassaden der Konzernbilanz, zeigt sich in der Mobilfunksparte (MX Division) ein anderes Bild. Während die Chip-Abteilung von steigenden Preisen profitiert, leidet das Smartphone-Geschäft genau darunter. Branchenexperten schätzen, dass der Gewinn im Mobilsegment im vierten Quartal auf etwa 1,4 bis 1,8 Billionen Won gesunken ist – ein Rückgang von bis zu 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Gründe dafür sind vielfältig:
- Komponentenkosten: Die Preise für Speicher (DRAM) und Prozessoren sind massiv gestiegen.
- Sättigung: Die Nachfrage nach den im Sommer gestarteten Foldables (Galaxy Z Fold7 und Flip7) ließ zum Jahresende spürbar nach.
- Konkurrenzdruck: Der Wettbewerb im High-End-Sektor bleibt hart, während gleichzeitig die Marketingkosten für das Weihnachtsgeschäft die Marge drückten.
Ausblick: Was bedeutet das für das Galaxy S26?
Für Nutzer der kommenden Galaxy S26-Serie (wir berichteten bereits über die ersten geleakten Benchmark-Daten) sind dies zweischneidige Nachrichten. Einerseits hat Samsung genug Kapital, um massiv in neue Technologien und Software-Features (Galaxy AI) zu investieren. Andererseits steht die Mobilsparte unter internem Druck, die Profitabilität wieder zu steigern.
Es bleibt abzuwarten, ob Samsung die gestiegenen Produktionskosten beim S26 durch Effizienzsteigerungen auffängt oder ob wir zum Marktstart im Frühjahr mit höheren Preisen rechnen müssen. Spätestens am 29. Januar, wenn die finalen Zahlen und der detaillierte Ausblick veröffentlicht werden, wissen wir mehr.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
