Das Samsung Privacy Display ist eine der meistdiskutierten Innovationen der Galaxy S26-Serie. Es adressiert ein Problem, das besonders Geschäftsreisende und Pendler kennen: das sogenannte „Shoulder Surfing“, also das unerwünschte Mitlesen von Bildschirminhalten durch Sitznachbarn. Hier erfahren Sie, wie die Technik funktioniert und welche Nutzer in den Genuss dieses Features kommen.
Inhaltsverzeichnis
Was genau ist das Samsung Privacy Display?
Im Gegensatz zu herkömmlichen Sichtschutzfolien, die man fest auf das Display klebt und die oft die Bildqualität verschlechtern, handelt es sich hierbei um eine intelligente Hybrid-Lösung aus Hardware und Software.
Das System nutzt die KI-gesteuerte Frontkamera und spezielle Lichtsteuerungsschichten im OLED-Panel:
- Blickwinkelerkennung: Die Sensoren registrieren in Echtzeit, wenn eine Person von der Seite auf das Gerät starrt.
- Aktive Abschirmung: Sobald ein fremder Blick erkannt wird (oder der Nutzer die Funktion manuell aktiviert), verändert das Display die Lichtbrechung der Pixel.
- Der Effekt: Für den Anwender, der direkt davor sitzt, bleibt das Bild glasklar. Für Personen in einem Winkel von mehr als 30 Grad erscheint der Bildschirm jedoch dunkel oder wie „gefroren“ (Frosted Glass Effekt).
VIDEO Privacy Display ausprobiert
Verfügbarkeit: Wer bekommt das Feature?
Die schlechte Nachricht für viele Interessenten: Samsung nutzt das Privacy Display als wichtiges Alleinstellungsmerkmal für sein absolutes Top-Modell. Da die Funktion eine spezielle Hardware-Schicht im Display-Panel voraussetzt, kann sie nicht einfach per Software-Update nachgereicht werden.
| Modell | Privacy Display verfügbar? | Grund / Voraussetzung |
| Galaxy S26 Ultra | Ja | Spezielles Dynamic AMOLED 3X Panel mit Lichtsteuerung. |
| Galaxy S26 / S26+ | Nein | Standard-Panels ohne die erforderliche Hardware-Schicht. |
| Galaxy S25 Serie | Nein | Hardware der Vorgängergeneration nicht kompatibel. |
| Galaxy S24 & älter | Nein | Keine Unterstützung der benötigten Display-Technologie. |
Warum fehlt es bei den normalen Modellen?
Viele Kunden fragen sich, warum das Basis-S26 leer ausgeht. Der Hauptgrund liegt in den Produktionskosten und der Komplexität:
- Hardware-Abhängigkeit: Es ist kein reiner Software-Trick. Das Panel benötigt eine zusätzliche Schicht zur Steuerung der Lichtaustrittswinkel.
- Rechenleistung: Die permanente Überwachung der Umgebung durch die KI-NPU (Neural Processing Unit) kostet Energie, die im Ultra durch den größeren Akku und den effizienteren Chip besser abgefangen wird.
- Produktdifferenzierung: Samsung möchte den Käufer gezielt zum teureren Ultra-Modell bewegen, indem exklusive Business-Features dort gebündelt werden.
Das Privacy Display ist ein echter Gamechanger für alle, die sensible Daten im öffentlichen Raum bearbeiten. Wer dieses Feature nutzen möchte, kommt jedoch um den Kauf des Galaxy S26 Ultra nicht herum. Besitzer älterer Modelle oder der Standard-S26-Varianten müssen weiterhin auf klassische Sichtschutzfolien aus dem Zubehörhandel zurückgreifen, die jedoch dauerhaft die Helligkeit und Farbbrillanz einschränken.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
