Ein Smartphone das es nicht gibt: JerryRigEverything testet das LG Rollable

Das LG Rollable gilt als eines der größten „Was wäre wenn“-Szenarien der Mobilfunkgeschichte. Kurz bevor LG seine Smartphone-Sparte schloss, stand dieses Gerät vor der Marktreife. Zack Nelson, bekannt durch seinen Kanal JerryRigEverything, hat eines der seltenen Exemplare in die Finger bekommen und es seinem berüchtigten Härtetest unterzogen. Die größte Besonderheit des LG Rollable ist sein Bildschirm, der sich auf Knopfdruck motorisiert vergrößert. Doch diese Flexibilität hat ihren Preis:

  • Material: Da das Display rollbar sein muss, kann kein herkömmliches Glas verwendet werden. Es handelt sich um eine Kunststoffoberfläche (PET).
  • Kratzfestigkeit: Wie zu erwarten war, zeigt das Display bereits bei Stufe 2 auf der Mohs-Skala Kratzer, während bei Stufe 3 tiefere Furchen entstehen. Zum Vergleich: Standard-Smartphones mit Glas zerkratzen erst ab Stufe 6.
  • Empfindlichkeit: Zack weist darauf hin, dass sogar ein kräftiger Fingernagel bleibende Spuren hinterlassen kann, wenn der Nutzer zu viel Druck ausübt.
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Die Mechanik: Ein technisches Wunderwerk

Der Rollmechanismus ist das Herzstück des Geräts. Im Inneren arbeitet ein komplexes System aus Motoren und Schienen.

„Es fühlt sich an wie Magie, aber es ist reine Ingenieurskunst.“ – Zack Nelson

Hinter dem Display befindet sich eine Struktur aus kleinen Lamellen, die wie ein Rolladen funktionieren. Wenn das Handy ausfährt, schieben sich diese Lamellen unter den Bildschirm, um ihm die nötige Stabilität zu geben. Im Test erwies sich der Motor als überraschend kraftvoll, stieß jedoch an seine Grenzen, wenn Zack versuchte, das Ausrollen manuell mit Gewalt zu verhindern.

Die Haltbarkeit im Alltagstest

Zack wäre nicht er selbst, wenn er das Gerät nicht extremen Bedingungen aussetzen würde. Dabei zeigten sich spezifische Schwachstellen des rollbaren Designs:

Test-KategorieErgebnisBemerkung
Feuer-TestBestandenDas OLED-Display erholt sich nach ca. 15 Sekunden direkter Flammeinwirkung.
Biege-TestÜberraschend stabilTrotz der beweglichen Teile bricht das Gehäuse im geschlossenen Zustand nicht durch.
Staub & SchmutzKritischDa das Display in das Gehäuse hineingerollt wird, können Sandkörner ins Innere gelangen und den Mechanismus oder die Rückseite des Displays beschädigen.

Das Fazit von JerryRigEverything

Zack zieht ein gemischtes, aber fasziniertes Fazit. Das LG Rollable ist für ihn ein Beweis dafür, dass LG bereit war, echte Innovationen zu wagen.

Obwohl das Gerät aufgrund der Materialbeschaffenheit des Displays und der Anfälligkeit gegenüber Staub weniger robust ist als ein klassisches Smartphone, funktionierte die Technik im Test tadellos. Er bedauert, dass dieses „Stück Technikgeschichte“ nie offiziell im Laden erschienen ist, da es eine spannende Alternative zu den aktuellen Foldables (Falt-Handys) dargestellt hätte.


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