Das Ende einer Ära? Apple hinterfragt die Zukunft von MagSafe

Der Leaker Instant Digital hat auf Weibo für Aufsehen gesorgt: Apple soll intern darüber debattieren, ob das magnetische MagSafe-System langfristig ein Standard-Feature des iPhones bleiben soll. Was auf den ersten Blick wie ein Rückschritt wirkt, hat bei genauerer Betrachtung kalkulierte technische und strategische Gründe.

Seit der Einführung mit dem iPhone 12 im Jahr 2020 hat sich MagSafe zu einem der beliebtesten Ökosysteme für Apple-Nutzer entwickelt. Ob Ladegeräte, Wallets oder Autohalterungen – das „Klicken“ gehört für viele zum Alltag. Doch laut dem Insider Instant Digital bröckelt die Einigkeit innerhalb von Apple Park. Die Hardware-Teams diskutieren angeblich darüber, ob der Magnetring in künftigen Modellen weichen muss.

Warum sollte Apple MagSafe opfern?

Es klingt paradox, ein so erfolgreiches Feature zu streichen. Doch hinter den Kulissen gibt es drei gewichtige Argumente, die gegen die Magnete sprechen:

  1. Der Kampf um jeden Millimeter: Apple strebt nach immer dünneren Geräten (wie das Projekt „Glasswing“ oder das kommende iPhone Ultra/Fold zeigen). Die Magnet-Anordnung nimmt im Gehäuse wertvollen Platz ein, der für größere Akkus oder neue Sensoren genutzt werden könnte.
  2. Produktionskosten: Der Magnetring ist ein zusätzlicher Kostenfaktor in der Herstellung jedes einzelnen Geräts. Bei Millionen verkaufter Einheiten summiert sich dies zu enormen Beträgen.
  3. Das „Case-Argument“: Ein interessanter Aspekt der Debatte ist die Marktsättigung. Da fast jeder Nutzer eine Hülle verwendet und viele Dritthersteller die Magnete einfach in die Hülle integrieren, könnte Apple zum Schluss kommen, dass die Magnete im iPhone selbst gar nicht mehr zwingend notwendig sind.

Die Experimente haben bereits begonnen

Dass Apple bereit ist, MagSafe zu streichen, zeigte sich bereits beim iPhone 16e, das ohne die magnetische Rückseite auf den Markt kam. Erst nach deutlicher Kritik der Nutzer kehrten die Magnete beim Nachfolger, dem iPhone 17e, zurück. Dies beweist, dass Apple die Akzeptanz der Nutzer testet, aber auch, dass der Widerstand groß ist.

Einordnung: Kommt das Aus für alle Modelle?

Ein kompletter Verzicht ist unwahrscheinlich, aber eine Aufteilung des Portfolios scheint möglich:

  • iPhone Ultra / Fold: Hier könnten die Magnete als Erstes verschwinden, um die extreme Schlankheit des faltbaren Designs (gerüchteweise nur ca. 4,5 mm im entfalteten Zustand) zu ermöglichen.
  • Qi2 als Nachfolger: Da Apple die MagSafe-Technologie für den globalen Qi2-Standard geöffnet hat, könnte das Unternehmen langfristig auf diesen Industriestandard setzen, anstatt ein eigenes, proprietäres System beizubehalten.

Noch ist keine endgültige Entscheidung gefallen. Während das Zubehör-Ökosystem floriert, priorisiert Apples Design-Abteilung zunehmend die Schlankheit und Effizienz der Hardware. Für Nutzer bedeutet dies: Genießen Sie das „Klick“, solange es noch da ist – im High-End-Segment der nächsten Jahre könnte es zur Seltenheit werden.


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