Der Bericht von MacRumors vom 29. April 2026 hat in der Tech-Welt für Aufsehen gesorgt. Die zentrale Aussage: Apple habe die Vision Pro als Produktlinie faktisch aufgegeben, nachdem auch das M5-Update im Oktober 2025 die Verkaufszahlen nicht retten konnte. Nach nur zwei Jahren im Markt scheint das ambitionierteste Projekt der Ära Tim Cook am Ende zu sein. Laut Insider-Berichten hat Apple die aktive Hardware-Entwicklung an künftigen Vision-Pro-Modellen eingestellt. Das Gerät, das als Startschuss für das „Spatial Computing“ gefeiert wurde, konnte die hohen Erwartungen – und den noch höheren Preis – nie rechtfertigen.
Was steckt hinter dem „M5-Flop“?
Im Oktober 2025 versuchte Apple, die größten Kritikpunkte der ersten Generation mit einem Refresh auszumerzen:
- Der M5-Chip: Er brachte 120Hz-Bildwiederholraten und mehr Rechenpower für KI-Anwendungen.
- Komfort-Update: Ein neues Kopfband sollte das Gewicht besser verteilen.
- Das Problem: Der Preis blieb bei 3.499 USD, und die fundamentale Hardware (Gewicht von über 600g, externe Batterie) blieb unverändert.
Die Verkaufszahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mit insgesamt nur ca. 600.000 verkauften Einheiten und einer für Apple-Verhältnisse ungewöhnlich hohen Rückgabequote wurde die Vision Pro zum Nischenprodukt für Enthusiasten, statt zum Massenphänomen.
Die Anzeichen für das Ende
Dass Apple die Strategie ändert, zeigen laut MacRumors und Mark Gurman (Bloomberg) mehrere interne Verschiebungen:
- Team-Auflösung: Die „Vision Products Group“ wurde aufgelöst. Ingenieure wurden in die Teams für Siri und Smart Glasses umverteilt.
- Führungswechsel: Mike Rockwell, der Kopf hinter der Vision Pro, leitet nun primär die KI-Integration von Siri.
- Projekt-Stopp: Die Arbeit an einer günstigeren „Vision Air“-Version wurde bereits vor Monaten eingestellt, da Apple keine Möglichkeit sah, die Kosten massiv zu senken, ohne die Qualität komplett zu opfern.
Man muss hier differenzieren: Apple wird die Vision Pro nicht morgen aus den Regalen nehmen, aber der Fokus hat sich verschoben:
- Reorganisations-Logik: Apple schichtet Ressourcen dorthin um, wo der Markt aktuell explodiert: KI (Siri Mode in iOS 27) und leichte Wearables.
- Hardware-Limits: Die aktuelle Technologie (Batteriedichte vs. Rechenleistung) erlaubt es schlichtweg nicht, ein „Pro“-Erlebnis in ein deutlich leichteres Gehäuse zu packen. Apple scheint zu warten, bis die Physik aufholt.
Warum man vorsichtig sein sollte:
- Kein offizieller Abbruch: Apple hat die Vision Pro nicht abgekündigt. Sie wird als High-End-Dev-Kit weiterhin verkauft und mit visionOS-Updates versorgt.
- Das „Newton“-Szenario: Wie einst der Newton (der Vorläufer des iPhone), könnte die Vision Pro sterben, damit ihre Technologien (Optic ID, Eye-Tracking, Spatial Audio) in 3–5 Jahren in einer leichten AR-Brille wiederauferstehen.
Die Vision Pro in ihrer jetzigen Form ist am Ende ihrer Entwicklung angekommen. Apple hat eingesehen, dass ein 3.500-Euro-Headset kein Massenmarkt-Produkt ist. Der Fokus liegt nun auf Smart Glasses ohne Display (ähnlich den Ray-Ban Meta Brillen) und der tiefen Integration von KI in das iPhone. Die Vision Pro bleibt ein teures Denkmal für das, was technisch möglich ist – aber nicht für das, was Menschen im Alltag tragen wollen.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
