Eine Nachricht pusht die Halbleiterbranche und sorgt für ein Kursfeuerwerk an der Wall Street: Der US-Chipriese Intel hat laut Berichten des Wall Street Journal eine wegweisende Vereinbarung mit Apple getroffen. Erstmals soll Intel einen Teil der Prozessoren produzieren, die das Herzstück der iPhones bilden.
Kursrausch an der NASDAQ
Die Reaktion der Anleger ließ nicht lange auf sich warten. Die Papiere von Intel [INTC] schossen im frühen Handel um 19,1 Prozent in die Höhe und markierten mit 130,57 US-Dollar ein neues Rekordhoch. Auch die Aktie des iPhone-Herstellers Apple [AAPL] profitierte von der Nachricht und notierte mit einem Plus von 1,6 Prozent fester.
Das Ende einer Ära, der Beginn einer Partnerschaft
Nachdem Apple vor einigen Jahren die jahrelange Zusammenarbeit mit Intel als Prozessor-Lieferant beendet hatte, um auf eigene Chip-Designs („Apple Silicon“) umzusteigen, deutet nun alles auf eine völlig neue Form der Kooperation hin. Laut Insidern handelt es sich um eine vorläufige Vereinbarung, wonach Intel als Auftragsfertiger (Foundry) fungieren wird.
Die Eckpunkte der Verhandlungen:
- Lange Vorlaufzeit: Die Konzernspitzen beider Unternehmen sollen bereits seit über einem Jahr intensive Gespräche führen.
- Formelle Ausarbeitung: In den vergangenen Monaten wurde die vorläufige Vereinbarung in ein konkretes Vertragswerk überführt.
- Strategischer Fokus: Intel wird nicht das Design liefern, sondern die von Apple entwickelten Chips in seinen hochmodernen Fabriken produzieren.
Intels Befreiungsschlag
Für Intel-Chef Pat Gelsinger ist dieser Deal der wohl wichtigste Meilenstein seiner Amtszeit. Mit der Strategie, die eigenen Fabriken für externe Kunden zu öffnen, tritt Intel in den direkten Wettbewerb mit dem Branchenprimus TSMC aus Taiwan. Dass Apple nun als prestigeträchtiger Ankerkunde gewonnen werden konnte, gilt als Ritterschlag für Intels Fertigungstechnologie.
Branchenexperten sehen in dem Schritt zudem eine geopolitische Absicherung für Apple. Durch die Produktion bei Intel in den USA diversifiziert der Konzern seine Lieferkette und verringert die Abhängigkeit von Produktionsstätten in politisch sensiblen Regionen Asiens.
Während der Kurssprung bei Intel das enorme Vertrauen des Marktes widerspiegelt, bleibt abzuwarten, wie schnell die Produktion skaliert werden kann. Analysten bewerten die Kooperation jedoch als klares Signal: Intel ist zurück im Spiel um die technologische Vorherrschaft bei der Chip-Herstellung. Sollte die finale Unterzeichnung der Verträge wie geplant erfolgen, könnte dies die Tektonik des gesamten Sektors nachhaltig verschieben.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
