Wer auf den Marktstart des OnePlus 16 im deutschen Handel wartet, wird enttäuscht werden. Nach aktuellem Stand ist ein offizieller Release des neuen Smartphone-Flaggschiffs in Deutschland und dem restlichen Europa äußerst unwahrscheinlich.
Der Mutterkonzern Oppo gab den schrittweisen kompletten Rückzug der Marke OnePlus aus Europa und Nordamerika bekannt. Damit endet die Ära der einst als „Flaggschiff-Killer“ gefierten Smartphone-Reihe auf dem hiesigen Markt vorerst endgültig. Das Unternehmen schreibt auf der Webseite selbst dazu:
„Nach gründlicher Prüfung hat OnePlus beschlossen, die Markteinführung neuer Produkte in Europa und Nordamerika zu beenden. Bestehende OnePlus-Geräte erhalten weiterhin Software-Updates, Sicherheitspatches und Kundendienst-Support. Unsere Kundenservice-Kanäle bleiben gemäß unseren standardmäßigen Garantie- und Supportverpflichtungen weiterhin erreichbar und aktiv. Ihre Rechte nach dem geltenden Verbraucherschutzrecht bleiben von dieser Mitteilung unberührt.
Es war uns eine Ehre, diese Reise gemeinsam mit Ihnen zu gehen. Vielen Dank für Ihr Vertrauen, Ihre Leidenschaft und dafür, dass Sie ein wesentlicher Bestandteil der Produkte waren, die wir gemeinsam entwickelt haben.“
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Die Hintergründe des Marktrückzugs
Die Entscheidung kommt nicht völlig überraschend, da der Hersteller in Deutschland bereits in den vergangenen Jahren mit langwierigen Patentstreitigkeiten und Vertriebsstopps zu kämpfen hatte.
- Strategische Neuausrichtung: Die Ressourcen des Mutterkonzerns Oppo sollen künftig stärker auf asiatische Kernmärkte gebündelt werden. Während Oppo selbst die Präsenz in Europa ausbauen möchte, wird die Marke OnePlus in westlichen Märkten schrittweise eingestellt.
- Kein offizieller Verkaufsstart: Das für Ende des Jahres erwartete OnePlus 16 wird somit voraussichtlich weder über den eigenen Online-Shop noch über deutsche Netzbetreiber oder Elektronikhändler vertrieben.
Was das für Kaufinteressenten und Bestandskunden bedeutet
1. Nur als Import erhältlich
Smartphone-Enthusiasten, die das Gerät unbedingt besitzen möchten, bleibt voraussichtlich nur der Import über spezialisierte Händler aus Asien. Allerdings geht dies häufig mit Einschränkungen bei der Mobilfunk-Frequenzabdeckung, fehlendem lokalen Kundenservice sowie veränderten Garantiebedingungen einher.
2. Support und Updates für Bestandsgeräte
Wer bereits ein älteres Modell wie das OnePlus 15 oder OnePlus 14 nutzt, muss nicht um sein Gerät bangen: Samsung- und Oppo-Mutterkonzerne versichern, dass vertraglich zugesicherte Software-Updates, Sicherheits-Patches und Garantieansprüche für bestehende Kunden in Europa weiterhin erfüllt werden.
Unsere Einschätzung: Das OnePlus 16 wird in den Regalen deutscher Händler fehlen. Für Fans der Marke schließt sich damit ein langer Schlussstrich: Wer die Hardware des OnePlus 16 nutzen möchte, muss den umständlichen Weg über den Eigenimport gehen.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
