Der US-Technologiekonzern Apple hat seine Vorwürfe wegen des Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen gegen den ChatGPT-Entwickler OpenAI verschärft. Laut einem am Montag bei einem US-Bundesgericht in Kalifornien eingereichten Schriftsatz beschuldigt Apple einen ehemaligen leitenden Elektroingenieur, vertrauliche Hardware-Schaltpläne des iPhone-Herstellers genutzt zu haben, um bei seinem neuen Arbeitgeber OpenAI ein System der Künstlichen Intelligenz (KI) zu trainieren.
Neue Erkenntnisse durch forensische Auswertung
Die Vorwürfe richten sich maßgeblich gegen den ehemaligen Apple-Ingenieur Chang Liu, der im Januar 2026 zu OpenAI gewechselt war. Die neuen Beweise stammen aus der forensischen Untersuchung eines MacBook-Laptops, den OpenAI am 21. August im Rahmen des laufenden Gerichtsverfahrens an Apple übergeben hatte.
Der Auswertung zufolge soll der Ingenieur im März 2026 auf den geschützten Schaltplan eines Stromrichters (Power Converter) zugegriffen und damit Simulationen in der Ingenieurssoftware LTspice durchgeführt haben. Laut internen Nachrichten habe der Mitarbeiter mithilfe dieser Apple-Daten einen KI-Agenten darauf trainiert, Schaltungssimulationen eigenständig auszuführen und zu optimieren. Darüber hinaus wirft Apple ihm vor, nach Bekanntwerden interner Ermittlungen versucht zu haben, Beweise auf Geräten zu vernichten beziehungsweise Spuren zu verwischen.
Dringlichkeitsantrag bei Gericht
Aufgrund der neuen Funde beantragte Apple bei dem zuständigen Bundesgericht ein beschleunigtes Beweisaufnahmeverfahren (expedited discovery). Der Konzern argumentiert, dass das Anlernen von KI-Modellen mit gestohlenen Geschäftsgeheimnissen zu einer irreversiblen und fortlaufenden Verwertung der eigenen Technologie führe.
OpenAI weist die Anschuldigungen zurück und hat bereits die Abweisung der im Juli 2026 eingereichten Klage beantragt. Das Unternehmen erklärt, man habe kein Interesse an fremden Geschäftsgeheimnissen und entwickle „völlig neue“ Produkte. Eine Stellungnahme von OpenAI zu den aktuellen Nachforderungen lag zunächst nicht vor.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
