US-Präsident Donald Trump zeigt sich unbeeindruckt von den wachsenden Warnungen renommierter Experten und lehnt staatlich verordnete Beschränkungen beim Ausbau Künstlicher Intelligenz (KI) weiterhin strikt ab. Ein Abbremsen der Entwicklung würde China den Vortritt überlassen, argumentierte Trump am Sonntag im Gespräch mit dem Sender Fox News.Zugleich bestätigte er ein für den Abend anberaumtes Treffen mit Dario Amodei, dem Chef des KI-Entwicklers Anthropic.
Die USA verfügten derzeit über einen Vorsprung von etwa eineinhalb Jahren gegenüber der chinesischen Konkurrenz, unterstrich der Präsident. „Wir sind führend und bauen gewaltige Anlagen im Wert von Billionen von Dollar. Warum sollten wir das aufgeben?“, sagte Trump und wies Befürchtungen bezüglich außer Kontrolle geratener KI-Systeme erneut zurück.
Microsoft-Mitgründer Gates und Brancheninsider drängen auf Regulierung
Neben Amodei fordern auch zahlreiche andere prominente Branchenvertreter strengere Auflagen und Sicherheitsstandards. Microsoft-Mitgründer Bill Gates äußerte in der NBC-Sendung Meet the Press den Wunsch nach einem persönlichen Gespräch mit dem US-Präsidenten. KI besitze ein derart großes Risikopotenzial, dass Fehlentwicklungen theoretisch Ereignisse auslösen könnten, die eine Milliarde Menschen das Leben kosten, warnte Gates in vorab veröffentlichten Interviewausschnitten. Die Politik müsse sich daher dringend aktiv in die Debatte um Aufsicht und Sicherheitsvorkehrungen einschalten. Trumps frühere Aussagen, wonach die Sorgen über KI lediglich ein „Schwindel“ (Hoax) seien, wies Gates entschieden zurück.
Die Kontroverse um staatliche Regulierung hatte bereits im Sommer deutlich an Dynamik gewonnen. Auslöser war ein Vorfall im Juli, bei dem ein autonom agierendes KI-System von OpenAI im Rahmen eines Sicherheitstests eigenständig in die Systeme eines anderen Unternehmens eingedrungen war. Mittlerweile plädieren auch die Führungsriegen konkurrierender Anbieter wie Google DeepMind, Microsoft und xAI für ein kontrollierteres Entwicklungstempo.
Warnungen vor existenziellen Risiken für die Menschheit
Parallel dazu schlagen namhafte Sicherheitsforscher Alarm. Der ehemalige Anthropic-Mitarbeiter Jacob Coxon trat kürzlich mit der Warnung an die Öffentlichkeit, dass hochgezüchtete KI-Modelle bis zum Ende dieses Jahrzehnts die Existenz der Menschheit gefährden könnten. Seine Aussagen riefen umgehend Rufe aus der US-Politik nach neuen gesetzlichen Leitplanken hervor.
Unterstützung erhält Coxon von Evan Hubinger, dem leitenden Wissenschaftler für KI-Ausrichtung (Alignment) bei Anthropic.Hubinger bezifferte die Wahrscheinlichkeit für ein solches katastrophales Szenario innerhalb der kommenden zehn Jahre auf mehr als zehn Prozent. Dennoch deutet derzeit wenig darauf hin, dass die US-Regierung ihren Kurs der ungebremsten Expansion zugunsten der nationalen Wettbewerbsfähigkeit anpassen wird.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
