Wer ein OnePlus-Smartphone besitzt, schätzt oft die tiefe optische Anpassbarkeit des Betriebssystems OxygenOS. Eines der beliebtesten visuellen Features der vergangenen Jahre ist das sogenannte Canvas AOD (Always-On Display). Die gute Nachricht vorweg: OnePlus hält an dieser Funktion fest. Allerdings hat sie im Zuge der neuesten Systemupdates eine deutliche Evolution durchlaufen und tritt je nach Software-Version unter anderem Namen auf.
Inhaltsverzeichnis
Das Prinzip hinter Canvas AOD
Eingeführt mit älteren OxygenOS-Versionen, verfolgt das Canvas-Feature einen kreativen Ansatz, um das Smartphone auch im gesperrten Zustand zu personalisieren. Statt ein einfaches Foto auf dem Always-On-Display anzuzeigen – was extrem viel Akku verbrauchen und das Risiko des Einbrennens bei AMOLED-Panels erhöhen würde –, nutzt das System einen Algorithmus:
- Der Nutzer wählt ein Foto aus seiner Galerie aus (idealerweise ein Porträt oder ein Bild mit klaren Konturen).
- Die Software analysiert die Linien des Motivs und wandelt sie in eine minimalistische Strichzeichnung (Vektorgrafik) um.
- Auf dem ausgeschalteten Display leuchten nur diese feinen Linien zusammen mit der Uhrzeit und Benachrichtigungen auf.
- Erst beim Entsperren des Geräts „erwacht“ das Bild zum Leben und blendet sanft in das farbige Originalfoto über.

OxygenOS 14 vs. OxygenOS 15: Was hat sich geändert?
Die Verfügbarkeit und die Einrichtung des Features hängen maßgeblich davon ab, welche Version von OxygenOS auf dem OnePlus-Gerät installiert ist.
1. Der klassische Weg unter OxygenOS 14
In dieser Version ist das Feature tief im System verankert und heißt genau so, wie Nutzer es kennen: Canvas. Es bietet verschiedene Zeichenstile (wie Linienstruktur oder Schattierungen) und lässt sich unkompliziert konfigurieren.
2. Die Evolution in OxygenOS 15: „OnePlus OneTake“
Mit dem großen Update auf OxygenOS 15 hat OnePlus seine Design-Philosophie modernisiert. Die eigenständige Option „Canvas“ wurde hierbei in ein umfassenderes Anpassungssystem namens OnePlus OneTake integriert.
Im Kern handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Canvas-Gedankens: Das System nutzt nun fortschrittliche KI-Tiefeneffekte (Depth Effect). Anstatt nur eine reine Strichzeichnung anzuzeigen, wird das Motiv dreidimensional vom Hintergrund getrennt. Dies ermöglicht einen völlig nahtlosen Übergang (Seamless Transition): Das AOD-Motiv geht fließend in den Sperrbildschirm über und wandert beim Entsperren dynamisch auf den Startbildschirm.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einrichtung
Je nachdem, welche Systemversion auf dem OnePlus-Smartphone aktiv ist, unterscheidet sich der Pfad in den Einstellungen leicht.
Einrichtung unter OxygenOS 14
- Einstellungen öffnen: Die App Einstellungen auf dem Startbildschirm oder über die Benachrichtigungsleiste aufrufen.
- Design-Bereich aufrufen: Zum Punkt Wallpapers & Stil (in manchen Versionen auch als Personalisierung bezeichnet) navigieren.
- AOD-Menü wählen: Auf die Kachel Always-On Display tippen und sicherstellen, dass der Hauptschalter für das AOD aktiviert ist.
- Canvas aktivieren: Nach unten zu den personalisierten Stilen scrollen. Dort Canvas auswählen, ein passendes Foto aus der Galerie suchen und den Linienstil nach den eigenen Wünschen anpassen. Abschließend auf Anwenden klicken.
Einrichtung unter OxygenOS 15
- Sperrbildschirm-Optionen aufrufen: Die Einstellungen öffnen und den neu strukturierten Bereich Startbildschirm, Sperrbildschirm & Stil wählen.
- OneTake / Flux Themes wählen: Auf Always-On Display tippen. Unter OxygenOS 15 stehen an dieser Stelle die neuen Vollbild- und Mehrebenen-Optionen zur Verfügung.
- Tiefeneffekt konfigurieren: Ein Foto auswählen. Die Software trennt das Hauptmotiv nun automatisch mittels der Depth-Funktion. Hier lässt sich festlegen, wie stark der Übergang zwischen AOD und Startbildschirm ausfallen soll.
Technische Voraussetzungen und Einschränkungen
Obwohl die Funktion ein fester Bestandteil der Software ist, steht sie nicht auf jedem OnePlus-Smartphone zur Verfügung. Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
- AMOLED-Display erforderlich: Das Canvas-AOD benötigt zwingend ein AMOLED- oder Fluid-AMOLED-Display. Da bei dieser Display-Technologie jedes Pixel einzeln beleuchtet wird, bleibt der restliche Bildschirm schwarz und verbraucht keinen Strom.
- Keine Unterstützung für LCD-Modelle: Preisgünstigere Modelle wie das OnePlus Nord CE 3 Lite oder Geräte der älteren Nord N-Serie nutzen LCD-Bildschirme. Bei diesen müsste für das AOD das gesamte Panel dauerhaft beleuchtet werden, weshalb OnePlus die Always-On-Funktion (und damit auch Canvas) auf diesen Geräten softwareseitig komplett deaktiviert hat.
Video: AOD Display und andere Tipps für OnePlus
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.







