Ein Blick auf den monatlichen Kontoauszug oder die Kreditkartenabrechnung kann für einen kurzen Schreckmoment sorgen: Dort taucht plötzlich ein Posten mit dem Namen „Kindle Installments“ auf – oft gefolgt von einem kleinen, regelmäßigen Betrag. Wer sich in letzter Zeit jedoch überhaupt keinen E-Book-Reader von Amazon gekauft hat, steht vor einem Rätsel. Es handelt sich dabei in den seltensten Fällen um Betrug oder ein gehacktes Konto. Hinter der verwirrenden Bezeichnung steckt meist ein ganz bestimmtes Abrechnungssystem von Amazon.
Was bedeutet „Kindle Installments“?
Der Begriff Installments kommt aus dem Englischen und bedeutet schlichtweg Ratenzahlung.
Amazon bietet für viele seiner eigenen Hardware-Produkte (Echo-Lautsprecher, Fire-Tablets, Fire TV Sticks und eben Kindle-E-Reader) eine zinsfreie Ratenzahlung an. Dabei wird der Gesamtbetrag des Geräts auf mehrere Monate (meist 5 Raten) aufgeteilt.
Warum steht dort „Kindle“, wenn kein Kindle gekauft wurde?
Das Rätsels Lösung liegt in der internen Abrechnungsstruktur von Amazon. Das Unternehmen nutzt oft standardisierte Buchungstexte für bestimmte Produktgruppen.
Selbst wenn kein Kindle-Reader erworben wurde, verbucht Amazon Ratenzahlungen für andere hauseigene Geräte sehr häufig unter genau diesem Label. Wenn in den letzten Monaten eines der folgenden Geräte auf Raten gekauft wurde, ist dies der Grund für die Abbuchung:
- Amazon Echo / Echo Dot / Echo Show (Smarte Lautsprecher und Displays)
- Amazon Fire TV Stick / Fire TV Cube (Streaming-Geräte)
- Amazon Fire Tablet (z. B. Fire HD 8 oder Fire HD 10)
- Blink oder Ring Sicherheitskameras / Videotürklingeln (gehören ebenfalls zu Amazon)
Wie lässt sich die Abbuchung genau überprüfen?
Um absolute Gewissheit zu erlangen und den Posten exakt zuzuordnen, hilft ein Blick in das eigene Amazon-Konto. Da die reguläre Bestellübersicht manchmal unübersichtlich ist, führt dieser Weg direkt zu den Ratenzahlungen:
Schritt-für-Schritt-Prüfung im Amazon-Konto
- Mein Konto aufrufen: Auf der Amazon-Webseite anmelden und oben rechts auf „Konto und Listen“ klicken, um in die Kontoeinstellungen zu gelangen.
- Zahlungsoptionen öffnen: Den Bereich „Meine Zahlungen“ oder „Zahlungsoptionen“ auswählen.
- Ratenzahlungen prüfen: In diesem Menü gibt es einen Reiter oder Unterpunkt namens „Geräte-Ratenzahlung“ (bzw. Hardware Installments).
- Bestellung abgleichen: Dort werden alle aktuell laufenden Ratenzahlungspläne für Amazon-Geräte aufgelistet. Der dort angezeigte monatliche Betrag und das Restguthaben stimmen exakt mit dem Posten auf der Bankabrechnung überein.
Wann liegt tatsächlich ein Problem vor?
Sollte die Liste der Geräte-Ratenzahlungen im Amazon-Konto komplett leer sein und auch kein Familienmitglied mit Zugriff auf das Konto etwas bestellt haben, ist Vorsicht geboten. In diesem Fall sollten folgende Schritte eingeleitet werden:
- Fremdzugriff prüfen: Unter „Anmeldung & Sicherheit“ kontrollieren, ob unbekannte Geräte im Amazon-Konto eingeloggt sind.
- Amazon-Support kontaktieren: Den Kundenservice bitten, anhand der auf dem Kontoauszug angegebenen Transaktionsnummer (oft eine lange Kombination aus Zahlen und Buchstaben) die Buchung zu überprüfen.
- Bank informieren: Wenn die Abbuchung nachweislich von einem fremden Amazon-Konto stammt (Identitätsdiebstahl), sollte die Lastschrift über die Bank zurückgebucht und die Karte gesperrt werden.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
