Fehlermeldung des Feuchtigkeitssensors: „Feuchtigkeit erkannt“ – das kann man tun

Fehlermeldung des Feuchtigkeitssensors: „Feuchtigkeit erkannt“ – das kann man tun – Samsung arbeitet in den teureren Smartphones mit hoher IP Klasse mit einem Feuchtigkeitssensor, der dafür sorgt, dass Feuchtigkeit erkannt wird und dann beispielsweise ein Laden nicht möglich ist, bis die Modelle wieder trocken sind. Auf diese Weise sollen Fehler und Probleme durch Feuchtigkeit unterbunden werden. Damit lässt sich auch nachvollziehen, ob ein Smartphones Feuchtigkeit ausgesetzt war und eventuell die Garantie daher nicht mehr besteht. Samsung schreibt selbst dazu:

Geräte mit einer Dichtigkeit IP68 und höher (die meisten Geräte der Galaxy Serie) verfügen über einen Feuchtigkeitssensor, um Wasserschäden am Gerät zu vermeiden. Wenn am USB-Anschluss Feuchtigkeit erkannt wird, wird eine Fehlermeldung angezeigt und der Ladevorgang stoppt.

Trenne in diesem Fall dein Gerät vom Ladegerät, trockne es mit einem trocknen Tuch oder schüttle es vorsichtig (5-10 Mal) mit dem Anschluss nach unten, um überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen. Lege dein Gerät auf einem Tuch an einem gut belüfteten Ort ab oder trockne es mit einem Fön.

Ab und an macht der Sensor aber auch Probleme. So schreibt ein Nutzer direkt im Samsung Forum:

Sehr geehrte Samsung Community, Mein Feuchtigkeitssensor in der Ladebuchse zeigt dauerhaft feuchtigleit an. Trotz Fön mehrtägig auf der Heizung verschwindet die Nachricht nicht. Des Weiteren habe ich mit einem weichen Tuch die Buchse behandelt. Ist also absolut trocken. Nun habe ich öfters gelesen man muss den Cache von den USB-Settings löschen. Bei mir gibts aber den Ursprüngelichen Pfad nicht wie im Internet beschrieben. Apps=> 3 Punkte usw => USB Settings. Ich finde den Cache nicht kann mir hier jemand helfen bei einem S10+?

Wassertropfensymbol weist auf Feuchtigkeit hin
Feuchtigkeit erkannt Fehlermeldung über den Feuchtigkeitssensor

In diesem Artikel wollen wir zeigen, was man bei dieser Meldung tun kann und welche Möglichkeiten es gibt, darauf zu reagieren.

HINWEIS: Diese Fehlermeldung gibt es so nur bei Samsung Modellen. Andere Anbieter arbeiten in der Regel nicht mit Feuchtigkeitssensoren, daher gibt es auch keine solchen Meldungen. Das muss aber nicht heißen, dass es nicht früher oder später auch weitere Android Hersteller gibt, die auf diese Technik setzen.

Fehlermeldung des Feuchtigkeitssensors: „Feuchtigkeit erkannt“ – das kann man tun

Generell sollte man bei dieser Meldung den Vorgaben von Samsung folgen und die Geräte trocknen lassen. Es kann sich auch lohnen zu kontrollieren, ob Feuchtigkeit noch im Bereich der Ladebuchse (USB C Anschluss) sichtbar ist.

Wenn trotz einer sichtbar trockenen USB Buchse die Meldung weiter kommt, sollte man den Cache des USB Anschlusses löschen. Dieser Anschluss hat eine eigene System App. Damit diese angezeigt wird, muss man aber unter Apps erst einstellen, dass Systemanwendungen angezeigt werden. Dann erscheint auch die USB Settings App. Dort kann man den Cache direkt löschen.

Um Systemanwendungen auf einem Android-Gerät anzuzeigen, kann man die folgenden Schritte ausführen:

  1. Einstellungen öffnen: Man navigiert zur „Einstellungen“-App, die sich normalerweise auf dem Homescreen oder im App-Drawer befindet.
  2. Apps-Menü auswählen: In den Einstellungen scrollt man nach unten und wählt den Punkt „Apps“ oder „Anwendungen“ (je nach Hersteller und Android-Version kann die Bezeichnung variieren, z. B. „Apps & Benachrichtigungen“).
  3. Systemanwendungen anzeigen aktivieren:
    • Auf den meisten Geräten tippt man oben rechts auf das Drei-Punkte-Menü (⁝) oder ein Filtersymbol.
    • Dort wählt man „Systemanwendungen anzeigen“ oder „Systemprozesse anzeigen“. Auf manchen Geräten (z. B. Samsung) muss man im Filtermenü den Schalter bei „Systemanwendungen anzeigen“ aktivieren.
    • Bei älteren Android-Versionen (bis Android 10) kann es stattdessen einen direkten Menüpunkt geben, um System-Apps einzublenden.
  4. Liste durchsehen: Nach Aktivierung erscheinen in der App-Liste neben den normalen Apps auch die vorinstallierten Systemanwendungen, wie z. B. Google-Dienste oder Hersteller-Apps.

Die genauen Schritte zum Einblenden versteckter Systemdienste können je nach Smartphone-Hersteller wie Samsung, Xiaomi oder Huawei sowie der installierten Android-Version leicht variieren. Bei Samsung-Geräten mit der Benutzeroberfläche One UI navigiert man beispielsweise üblicherweise über den Pfad „Apps“, wählt dort das Symbol für „Filter und Sortieren“ und aktiviert schließlich die Option „Systemanwendungen anzeigen“. Da diese Systemanwendungen eine zentrale Rolle für die Stabilität und Funktionalität des gesamten Betriebssystems spielen, lassen sie sich in der Regel nicht vollständig löschen, sondern bestenfalls deaktivieren. Bei Anpassungen oder Deaktivierungen ist jedoch Vorsicht geboten, da unsachgemäße Eingriffe zu unerwarteten Systemfehlern führen können. Zudem lässt sich die Option „Systemanwendungen anzeigen“ nicht dauerhaft einschalten, da Android diesen Schalter aus Sicherheitsgründen nach dem Verlassen des Einstellungsmenüs automatisch wieder auf die Standardeinstellung zurücksetzt.

Falls man häufig auf System-Apps zugreifen möchte, kann ein Drittanbieter-Dateimanager wie „MiXplorer“ helfen, der System-Apps direkt anzeigen kann, ohne jedes Mal die Einstellungen zu öffnen.

Sollte es danach immer noch Probleme geben, hilft ein Gang in die Fachwerkstatt um prüfen zu lassen, ob eventuell Hardware-Defekte die Ursache für diese Meldung sind.

Hintergrund: So funktioniert der Feuchtigkeitssensor bei Smartphones

Ein Feuchtigkeitssensor im Smartphone ist ein elektronisches Bauteil, das die Feuchtigkeit in der Luft oder in einem Material misst. Er wird in Smartphones verwendet, um Wasserschäden zu erkennen.

Es gibt zwei Haupttypen von Feuchtigkeitssensoren in Smartphones:

  • Kapazitive Sensoren: Diese Sensoren bestehen aus zwei Metallplatten, die durch eine dünne Schicht aus dielektrischem Material getrennt sind. Wenn Feuchtigkeit zwischen die Platten gelangt, ändert sich die Kapazität des Sensors.
  • Widerstandssensoren: Diese Sensoren bestehen aus einem Leiter, der mit einem resistiven Material beschichtet ist. Wenn Feuchtigkeit auf das resistive Material gelangt, ändert sich der Widerstand des Sensors.

Der Feuchtigkeitssensor im Smartphone befindet sich in der Regel in der Nähe des Ladeanschlusses oder des Kopfhöreranschlusses. Wenn der Sensor Feuchtigkeit erkennt, gibt er ein Signal an das Smartphone aus. Das Smartphone kann dann eine Warnung anzeigen oder den Ladevorgang stoppen, um ein Wasserschaden zu verhindern.

Funktionen des Feuchtigkeitssensors im Smartphone

Der Feuchtigkeitssensor dient als zentrales Sicherheitsmerkmal im Smartphone und schützt das Gerät vor Folgeschäden durch Flüssigkeiten. Zu den wesentlichen Funktionen gehören:

  • Warnung vor Feuchtigkeit: Erkennt der Sensor Flüssigkeit im Bereich der Anschlüsse oder im Gehäuse, zeigt das System eine Warnmeldung auf dem Display an. Dies informiert umgehend darüber, dass das Gerät mit Wasser in Kontakt gekommen ist.
  • Sperrung des Ladevorgangs: Um Kurzschlüsse und korrosive Schäden zu verhindern, unterbricht oder blockiert das Smartphone bei erkannter Feuchtigkeit automatisch die Stromzufuhr über die Ladebuchse.
  • Messung der Umgebungsluftfeuchtigkeit: In einigen Geräten ist der Sensor an entsprechende Anwendungen gekoppelt, die die Luftfeuchtigkeit der Raumluft messen und überwachen können.

Verhalten im Schadensfall

Bei Kontakt des Smartphones mit Wasser ist eine schnelle Trocknung erforderlich:

  1. Äußeres Abwischen: Das Gerät umgehend mit einem trockenen, saugfähigen Tuch gründlich abtrocknen.
  2. Schonendes Trocknen: Das Smartphone an einem gut belüfteten, warmen Ort trocknen lassen.
  3. Ungeeignete Methoden: Das Gerät darf keinesfalls in der Mikrowelle, im Backofen oder mit extremer Hitze behandelt werden, da dies zu irreparablen Hardwareschäden führt.

Bei weiteren Fragen und Problemen gibt es auch eine ganze Reihe von hilfreichen Handbüchern von Dritten, die den Einstieg und die Bedienung von Android besonders einfach machen sollen. Diese funktionieren in der Regel für alle Modelle, da diese alle mit Android arbeiten. Sie gehen aber natürlich nicht auf Besonderheiten der Modelle ein, sondern sind in erster Linie eine Anleitung für das Android Betriebssystem:

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