iPhone: Feuchtigkeit Wasser und Tropfen in der Kamera – was kann man tun? – Nutzer berichten bei den unterschiedlichen iPhone Modellen immer wieder, dass in seltenen Fällen Wasser in die Kamera eindringt und dann am der Linsenöffnung kondensiert. Auf diese Weise sind erstmal keine Fotos möglich, da die feinen Tröpfchen die Kameralinse blockieren und später drohen Defekte durch Korrosion und Kurschlüsse durch das gesammelt Wasser.
Leider kann man als Nutzer in dem Fall auch nicht wirklich viel machen, da meistens alle Versuche, selbst aktiv zu werden, eventuelle Garantie-Ansprüche zu zerstören. Hier haben wir dennoch zusammengestellt, wie man in dem Fall vorgehen kann und wie man verhindert, dass die Feuchtigkeit in der Kamera noch mehr Schaden anrichtet.
Inhaltsverzeichnis
iPhone: Feuchtigkeit Wasser und Tropfen in der Kamera – was kann man tun?
Wenn sich Feuchtigkeit in der Kameralinse eines iPhones sammelt, sollten folgende Schritte unternommen werden:
- Gerät ausschalten: Das Ausschalten verhindert, dass elektrische Ströme durch feuchte Bauteile fließen und Kurzschlüsse verursachen. Damit werden Folgeschäden reduziert (aber nicht komplett verhindert).
- SIM-Karte und Halter entfernen: Das Herausnehmen verbessert den Luftstrom zwischen dem Inneren und Äußeren des Geräts.
- Trocken und warm lagern: Das Gerät an einem trockenen, warmen Ort aufbewahren. Direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden, da sich die Kondensation dadurch verschlimmern kann.
- Zustand überprüfen: Nach einigen Stunden kontrollieren, ob die Feuchtigkeit verschwunden ist. Bei hartnäckigen Rückständen kann versucht werden, diese vorsichtig mit einem Tropfen Isopropylalkohol zu entfernen (nur für Fachkundige empfohlen).
Folgende Maßnahmen sollten unbedingt vermieden werden:
- Keine Föhne oder externe Wärmequellen nutzen: Starker Luftstrom oder Hitze können das Glas der Kameralinse sowie empfindliche Bauteile beschädigen.
- Keine Mikrowellen oder Haushaltsgeräte verwenden: Solche Versuche führen zu irreversiblen Schäden an der Elektronik.
Sollte die Feuchtigkeit nach einigen Tagen nicht verschwunden sein, empfiehlt sich der Gang zu einem autorisierten Apple-Servicepartner.
Im einfachsten Fall ist Feuchtigkeit in der Kamera-Linse ein Garantiefall
Apple gewährt auf alle neuen iPhones eine einjährige eingeschränkte Herstellergarantie. Diese Garantie ist freiwillig und gilt zusätzlich zu den in Deutschland gesetzlich verankerten Gewährleistungsrechten des Käufers gegenüber dem Verkäufer (die in der Regel zwei Jahre betragen).
- Dauer: Ein (1) Jahr ab dem ursprünglichen Kaufdatum.
- Geltungsbereich: Gilt für Material- und Verarbeitungsfehler bei normaler Verwendung. Sie gilt für iPhones, die von Apple oder einem autorisierten Apple-Händler in der Europäischen Union (EU) oder im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) verkauft wurden.
- Übertragbarkeit: Die Garantie ist in der Regel an das Gerät gebunden und kann auf einen neuen Eigentümer übertragen werden, wenn das Gerät innerhalb der Garantiezeit verkauft wird.
Was ist in der Garantie enthalten?
Die eingeschränkte Garantie deckt Herstellungsfehler ab, die auf Material- oder Verarbeitungsfehler zurückzuführen sind. Dies umfasst wesentliche Hardwarekomponenten, sofern der Defekt nicht durch äußere Einwirkungen verursacht wurde. Dazu gehören beispielsweise:
- Display / Touchscreen (bei Pixelfehlern oder Funktionsausfall ohne Sturzschaden)
- Kamera(s)
- Akku (wenn die Kapazität innerhalb des ersten Jahres unter einen bestimmten Prozentsatz der Originalkapazität fällt, was auf einen Defekt hindeutet, nicht durch normale Abnutzung)
- Prozessor und interne Hauptplatine
- Lautsprecher und Mikrofon
- Tasten (z. B. Seitentaste, Lautstärketasten)
- Sensoren (z. B. Face ID, Touch ID, Beschleunigungssensor)
- Anschlüsse (z. B. Lightning- oder USB-C-Anschluss für Lade-/Datenfunktion)
- Drahtlose Module (WLAN, Bluetooth, GPS, Mobilfunk-Antennen)
Was ist NICHT in der Garantie enthalten?
Die Garantie deckt keine Schäden ab, die durch Unfälle, Missbrauch, normale Abnutzung oder nicht autorisierte Modifikationen entstanden sind. Insbesondere sind folgende Fälle ausgeschlossen:
- Unfallschäden: Schäden durch Sturz, Flüssigkeitseintritt (Wasserschaden), Feuer, Erdbeben oder andere äußere Ursachen.
- Verschleißteile: Batterien oder Schutzbeschichtungen, die sich im Laufe der Zeit abnutzen, es sei denn, der Defekt ist auf einen Material- oder Verarbeitungsfehler zurückzuführen.
- Kosmetische Schäden: Kratzer, Dellen oder gebrochener Kunststoff an Anschlüssen, die die Funktion nicht beeinträchtigen.
- Schäden durch nicht autorisierte Wartung: Schäden, die durch Servicearbeiten (einschließlich Upgrades und Erweiterungen) verursacht wurden, die nicht von Apple oder einem autorisierten Apple Service Provider durchgeführt wurden.
- Nicht autorisierte Modifikationen: Schäden an einem iPhone, das zur Änderung der Funktionalität oder Fähigkeiten ohne die schriftliche Genehmigung von Apple modifiziert wurde (z. B. „Jailbreaking“).
- Seriennummer: Wenn die Seriennummer entfernt oder unkenntlich gemacht wurde.
Wie kann man seine Garantieansprüche geltend machen?
Wenn Sie glauben, dass Ihr iPhone einen Herstellungsfehler aufweist, der unter die Garantie fällt, können Sie folgende Schritte unternehmen:
- Garantiestatus prüfen: Sie können den Garantiestatus Ihres Geräts auf der Apple-Website („Anspruch auf Service und Support prüfen“) anhand der Seriennummer oder IMEI überprüfen.
- Servicepartner finden: Suchen Sie einen autorisierten Apple Service Provider (AASP) oder einen Apple Store in Ihrer Nähe über die Apple-Website oder die Apple Support App.
- Termin vereinbaren: Es wird dringend empfohlen, einen Termin zu vereinbaren, bevor Sie einen Apple Store besuchen.
- Gerät vorbereiten: Bevor Sie das Gerät zum Service geben, sollten Sie ein Backup Ihrer Daten erstellen, „Mein iPhone suchen“ deaktivieren und ggf. Zubehör entfernen.
- Kaufbeleg: Obwohl Apple oft anhand der Seriennummer feststellen kann, ob das Gerät noch Garantie hat, ist es ratsam, den Original-Kaufbeleg bereitzuhalten.
Apple wird das Gerät nach eigenem Ermessen entweder reparieren (unter Verwendung neuer oder neuwertiger Teile), das Gerät gegen ein gleiches oder gleichwertiges Modell austauschen oder den Kaufpreis erstatten.
Optionale Garantieverlängerung: AppleCare+
Apple bietet mit AppleCare+ einen umfassenderen Schutzplan an, der die einjährige Garantie verlängert und zusätzlichen Schutz bietet.
- Laufzeit: In der Regel zwei Jahre ab Kaufdatum von AppleCare+.
- Zusätzliche Leistungen:
- Verlängerung der Hardware-Garantie.
- Vorrangiger technischer Support.
- Schutz gegen eine unbegrenzte Anzahl von unabsichtlichen Beschädigungen (z. B. Displaybruch), wobei jeweils eine Servicegebühr (Selbstbeteiligung) anfällt (z. B. 29 € für Displayschäden, 99 € für andere unabsichtliche Schäden beim iPhone).
- Batterieservice (wenn die Kapazität unter 80 % der Originalspezifikation fällt).
- Kosten: Die Preise für AppleCare+ variieren stark je nach iPhone-Modell und ob man sich für eine Einmalzahlung (für 2 Jahre) oder monatliche Zahlungen entscheidet.
- Beispiele (unverbindliche Richtwerte):
- Für ein iPhone SE (3. Generation): ca. 89 € bis 119 € für 2 Jahre.
- Für ein iPhone 13 / 14 / 15: ca. 169 € bis 219 € für 2 Jahre.
- Für ein iPhone 15 Pro / Pro Max: ca. 219 € bis 269 € für 2 Jahre.
- AppleCare+ mit Absicherung gegen Diebstahl und Verlust kostet entsprechend mehr.
- Beispiele (unverbindliche Richtwerte):
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Sportstudent und zuständig für die Tarifaktionen der einzelnen Anbieter sowie für die Kombiangebote und Bundles mit Handys und Smartphones. Mittlerweile meistens im Homeoffice, dennoch nach wie vor produktiv. Apple Fan. Falls ich eine Aktion übersehen habe – gerne Mail an mich.




