Google Gemini ist mittlerweile tief in Android-Systeme und Google-Dienste integriert. Wer die KI-Funktionen nicht nutzen möchte – sei es aus Datenschutzgründen oder persönlicher Präferenz – kann Gemini mit einigen gezielten Schritten deaktivieren oder zumindest stark einschränken. Hier ist eine kompakte Anleitung, wie man dabei vorgeht.
Die Vorgehensweise bezieht sich dabei nur auf Gemini. Andere AI System (wie Meta AI) werden anders an/abgeschaltet.
Inhaltsverzeichnis
1. Gemini-App auf dem Smartphone deaktivieren
- Öffne den App-Drawer und suche nach „Gemini“.
- Halte das App-Symbol gedrückt und tippe auf das „i“-Symbol (App-Info).
- Wähle „Stoppen erzwingen“ und anschließend „App deaktivieren“.
Hinweis: Die App lässt sich auf vielen Geräten nicht vollständig deinstallieren, da sie als System-App vorinstalliert ist. Eine Deaktivierung verhindert jedoch die aktive Nutzung und Hintergrundprozesse.
2. Gemini als Standard-Assistent ausschalten
- Öffne die Einstellungen > Apps > Standard-Apps.
- Gehe zu „Digitaler Assistent“ und wähle dort „Kein Assistent“ oder den klassischen Google Assistant, falls verfügbar.
3. Zugriff auf Apps und Daten einschränken
- Besuche gemini.google.com/apps.
- Dort lassen sich App-Zugriffe deaktivieren und die Gemini-Aktivitäten abschalten.
- In den Google-Kontoeinstellungen unter „Meine Aktivitäten“ kann man zudem den Verlauf löschen und die Speicherung deaktivieren.
4. Gemini in Gmail, Docs & Co. deaktivieren
- Für Workspace-Nutzer: Besuche workspace.google.com/individual/aiplan/optout.
- Dort lässt sich die KI-Unterstützung in Google-Diensten wie Gmail, Docs oder Meet abschalten.
5. Für Unternehmen: Admin-Zugriff nutzen
- In der Google Admin-Konsole kann man unter „Generative KI > Gemini App“ den Dienst für alle Nutzer deaktivieren.
- Zusätzlich lassen sich APIs in der Google Cloud Console sperren, um Gemini vollständig zu blockieren.
Was bleibt trotz Deaktivierung aktiv?
Auch nach dem Abschalten der App und der Aktivitäten kann Gemini weiterhin einfache Aufgaben wie Timer setzen oder Nachrichten versenden – sofern die Systemintegration aktiv bleibt. Eine vollständige Entfernung ist nur mit Entwickler-Tools wie ADB möglich und erfordert technisches Know-how.
Wer Google Gemini nicht nutzen möchte, kann die KI zwar nicht vollständig entfernen, aber mit den richtigen Einstellungen deutlich einschränken. Datenschutzbewusste Nutzer sollten regelmäßig prüfen, ob neue Updates die Konfiguration verändern – denn Google passt die Integration laufend an.
Für erfahrene Nutzer: Google Gemini per ADB deaktivieren
Das Deaktivieren oder Entfernen von Google Gemini mittels ADB (Android Debug Bridge) ist ein effektiver Weg, um die Anwendung systemnah zu steuern, selbst wenn sie vom Hersteller als nicht deinstallierbar markiert wurde.
Vorbereitende Schritte
Zunächst müssen die Entwickleroptionen am Smartphone freigeschaltet werden, indem man siebenmal auf die Build-Nummer in den Systeminformationen tippt. Anschließend aktiviert man dort das USB-Debugging. Nach der Verbindung des Geräts mit einem Computer über ein USB-Kabel kann die Kommunikation über die Kommandozeile (Terminal) gestartet werden.
Durchführung der Deaktivierung per ADB
Um die gewünschten Änderungen vorzunehmen, nutzt man die folgenden Befehle:
1. Die App deinstallieren (für den aktuellen Nutzer)
Möchte man Gemini vollständig aus der Benutzeroberfläche entfernen, kann man diesen Befehl verwenden. Da Gemini technisch oft noch unter dem ursprünglichen Projektnamen geführt wird, lautet der Paketname in der Regel wie folgt:
Bash
adb shell pm uninstall --user 0 com.google.android.apps.bard
2. Die App lediglich deaktivieren
Soll die Anwendung nicht gelöscht, sondern nur „eingefroren“ werden, empfiehlt sich die Deaktivierung. Dies hat den Vorteil, dass man den Vorgang jederzeit ohne Neuinstallation rückgängig machen kann:
Bash
adb shell pm disable-user --user 0 com.google.android.apps.bard
3. Paketnamen identifizieren (falls abweichend)
Sollte der oben genannte Paketname nicht zum Erfolg führen, lässt sich eine Liste aller installierten Google-Pakete anzeigen, um den korrekten Namen manuell zu finden:
Bash
adb shell pm list packages | grep google
Rückkehr zum klassischen Google Assistant
Man muss beachten, dass das Entfernen von Gemini nicht automatisch den alten Google Assistant reaktiviert. Hierfür navigiert man in den Geräteeinstellungen zu Google > Einstellungen für Google-Apps > Suche, Assistant & Spracheingabe. Dort lässt sich unter dem Punkt Digitale Assistenten von Google wieder der klassische Assistant als Standard festlegen.
Es ist zu berücksichtigen, dass Änderungen über ADB nach einem Werksreset verloren gehen. Zudem kann ein Systemupdate die Anwendung unter Umständen erneut aktivieren. Da Gemini tief in die Google-Dienste integriert ist, sollte man vorab sicherstellen, dass keine anderen benötigten Funktionen der Google-App dadurch beeinträchtigt werden.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.






