Apples ehemaliger Design-Papst Jony Ive und OpenAI-Chef Sam Altman arbeiten schon länger an geheimnisvoller Hardware. Jetzt verdichten sich die Hinweise: Ein Wearable namens „Sweetpea“ soll bereits im September 2026 erscheinen – mit Technik, die eher an ein Smartphone als an Kopfhörer erinnert.
Das Thema KI-Hardware hat bisher einen schweren Stand – man denke an das schnelle Scheitern des Humane AI Pin oder des Rabbit R1. Doch wenn Jony Ive, der Schöpfer des iPhones, und OpenAI zusammenspannen, horcht die Branche auf. Der bekannte Leaker „Smart Pikachu“ hat auf Weibo nun detaillierte Informationen zu dem Projekt veröffentlicht, das intern unter dem Codenamen „Sweetpea“ laufen soll.
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Ein Design wie ein „Eistein“
Laut dem Leaker bricht das Design radikal mit dem, was wir von AirPods oder herkömmlichen In-Ears kennen. Die Haupteinheit soll aus Metall bestehen und die Form eines glatten „Eisteins“ (Eggstone) haben. Im Inneren befinden sich demnach zwei kleine, pillenförmige Module, die jedoch nicht im Gehörgang, sondern hinter dem Ohr getragen werden.
Dieses „Unseen before“-Design trägt deutlich die Handschrift von Ives Designschmiede LoveFrom. Es scheint das Ziel zu verfolgen, KI-Interaktion diskret in den Alltag zu integrieren, ohne den Nutzer durch einen Bildschirm oder sperrige Hardware von der Umwelt zu isolieren.
Smartphone-Technik am Ohr: 2nm-Chips und Siri-Integration
Technisch greift OpenAI offenbar ins oberste Regal:
- Prozessor: Statt einfacher Audio-Chips soll ein 2-Nanometer-Prozessor auf Smartphone-Niveau zum Einsatz kommen (Gerüchten zufolge wird eine Exynos-Variante von Samsung favorisiert).
- Siri-Brücke: Ein eigens entwickelter Co-Prozessor soll es ermöglichen, iPhone-Aktionen direkt über Siri-Befehle zu steuern – ein interessanter Ansatz, da OpenAI hier tief in das Apple-Ökosystem eingreifen müsste.
- Kostenfaktor: Aufgrund der hochwertigen Komponenten (BOM – Bill of Materials) wird ein Preis erwartet, der deutlich über dem normaler Kopfhörer und eher im Bereich von Mittelklasse-Smartphones liegt.
Produktion fernab von China
Interessant ist auch die Strategie bei der Fertigung. OpenAI möchte die Abhängigkeit von China offenbar minimieren. Während Foxconn als Partner für insgesamt fünf geplante Geräte bis 2028 feststeht, soll die Produktion von „Sweetpea“ primär in Vietnam oder an einem Foxconn-Standort in den USA erfolgen. Für das erste Jahr wird ein ehrgeiziges Volumen von 40 bis 50 Millionen Einheiten angestrebt.
Wie glaubwürdig ist die Quelle?
Der Leaker „Smart Pikachu“ ist in der Szene kein Unbekannter, gilt aber als zweischneidiges Schwert. Während seine Vorhersagen im Android-Bereich (etwa zum Xiaomi 17 Ultra) oft ins Schwarze treffen, ist seine Trefferquote bei Apple-Produkten noch ausbaufähig. Aktuell kursieren von ihm auch Berichte zum iPhone 17e (Massensegment mit Dynamic Island und A19-Chip) sowie zum iPhone 18, das angeblich Face-ID unter dem Display nutzen soll.
teltarif.de meint:
Das Konzept klingt faszinierend, aber auch riskant. Ein Wearable, das preislich und technisch mit einem Smartphone konkurriert, muss einen enormen Mehrwert bieten, um nicht als teures Spielzeug zu enden. Die Integration in die Apple-Welt via Siri ist ein cleverer Schachzug, wirft aber Fragen zur Kooperation zwischen Apple und OpenAI auf – besonders nach der jüngsten Gemini-Ankündigung für iOS. Ob „Sweetpea“ wirklich im September die AirPods herausfordern kann, bleibt abzuwarten.
BILD AI Konzept der neuen Hardware
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
