Der weltweite Smartphone-Markt steht vor seinem bisher dunkelsten Jahr. Laut dem aktuellen Bericht der International Data Corporation (IDC) vom 26. Februar 2026 werden die Auslieferungszahlen in diesem Jahr um dramatische 12,9 % einbrechen. Mit nur noch 1,1 Milliarden verkauften Geräten erreicht der Markt den tiefsten Stand seit über einem Jahrzehnt- so zumindest die Prognosen.
Die Ursache: Ein „Tsunami“ in der Lieferkette
Grund für diese drastische Korrektur der Marktprognosen ist eine beispiellose Knappheit bei Speicherbausteinen. Francisco Jeronimo, Vizepräsident bei IDC, beschreibt die Situation nicht als vorübergehenden Engpass, sondern als „Tsunami-Schock“, der von der Speicher-Lieferkette ausgehend die gesamte Unterhaltungselektronik erschüttert.
Besonders hart trifft es Hersteller im günstigen Einsteiger-Segment. Die rasant steigenden Komponentenkosten fressen die ohnehin geringen Margen auf. Die Folge: Die Hersteller müssen die Preise an die Endkunden weitergeben, was die Nachfrage massiv einbremsen dürfte.

Gewinner und Verlierer der Krise
Während kleinere Android-Anbieter um ihre Existenz kämpfen, könnten die Branchenriesen sogar gestärkt aus der Krise hervorgehen:
- Apple und Samsung: Dank ihrer Marktmacht und stabilen Lieferverträge sind sie besser aufgestellt, um den Sturm zu überstehen und potenziell Marktanteile von schwächelnden Konkurrenten zu übernehmen.
- Günstige Anbieter: Für Marken, die primär das Niedrigpreissegment bedienen, prognostiziert IDC eine Konsolidierung – viele kleinere Player könnten komplett vom Markt verschwinden.
Das Ende des 100-Euro-Smartphones?
Die Krise sorgt für einen strukturellen Wandel im gesamten Markt. IDC rechnet damit, dass der durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) für Smartphones in diesem Jahr um 14 % auf den Rekordwert von 523 US-Dollar steigen wird.
Besonders bitter für preisbewusste Käufer: Das Segment unter 100 US-Dollar gilt laut IDC als „dauerhaft unwirtschaftlich“. Auch wenn sich die Speicherpreise bis Mitte 2027 stabilisieren sollten, werden sie voraussichtlich nicht mehr auf das Niveau vor der Krise zurückkehren.
Regionale Auswirkungen und Ausblick
Regional trifft es Märkte mit einem hohen Anteil an günstigen Geräten am härtesten:
- Nahost & Afrika: Rückgang um 20,6 %.
- Asien-Pazifik & China: Einbußen zwischen 10,5 % und 13,1 %.
Wann kommt die Besserung?
IDC prognostiziert eine erste leichte Erholung von 2 % für das Jahr 2027, gefolgt von einem stärkeren Aufschwung von 5,2 % im Jahr 2028. Dennoch ist klar: Ein „Zurück zum Alten“ wird es für Hersteller und Konsumenten nicht geben.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
