Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: Wir schreiben das Jahr 2026. Die Konkurrenz aus Fernost liefert mittlerweile Smartphones im Einsteigersegment mit 60, 80 oder gar 120 Watt aus. Und was macht Samsung? Der Branchenprimus entscheidet sich beim Galaxy S26, seinem wichtigsten Aushängeschild für die breite Masse, erneut für die „Steinzeit-Geschwindigkeit“ von 25 Watt.
Gleichzeitig spendiert man dem deutlich günstigeren Galaxy A57 satte 45 Watt. Das Ergebnis? Wer weniger Geld ausgibt, wartet kürzer an der Steckdose. Ein logisches Paradoxon, das man kaum noch mit „Sicherheit“ oder „Akkuschonung“ rechtfertigen kann.
Die künstliche Beschneidung als Verkaufsargument
Es ist offensichtlich, worum es hier geht: Upselling. Samsung möchte den Kunden mit sanfter Gewalt zum teureren S26+ (45W) oder dem S26 Ultra (60W) drängen. Das Basis-S26 wird so künstlich klein gehalten, damit die Unterschiede zu den größeren Modellen auf dem Datenblatt überhaupt noch existieren.
Doch diese Strategie geht nach hinten los. Wenn ein Mittelklasse-Smartphone wie das A57 nicht nur einen größeren Akku (5.000 mAh gegen 4.300 mAh), sondern auch eine schnellere Ladetechnik besitzt, untergräbt das den gesamten „Premium“-Anspruch der S-Serie.
Der „Premium“-Faktor schwindet
Ein Flaggschiff definiert sich nicht nur über den Prozessor. Es geht um das Gefühl, in jedem Bereich die beste Technologie des Herstellers zu erhalten. Wenn man jedoch morgens vor der Arbeit feststellt, dass das Handy fast leer ist, nützt einem der schnellste Exynos- oder Snapdragon-Chip wenig, wenn das Gerät für eine signifikante Ladung doppelt so lange braucht wie das Handy des Sohnes aus der A-Serie.
Samsung spielt hier ein gefährliches Spiel mit der Loyalität seiner Nutzer. In einer Zeit, in der Smartphones immer länger behalten werden, ist die Ladezeit einer der wichtigsten Komfortfaktoren im Alltag. Das Galaxy S26 wirkt durch diese Entscheidung bereits am Tag seiner Veröffentlichung veraltet.
Das Galaxy A57 mag der Gewinner der Vernunft sein – für das Prestige der S26-Serie ist diese Entscheidung jedoch ein Armutszeugnis. Wer Premium bezahlt, sollte nicht zusehen müssen, wie er auf der technischen Standspur von der Mittelklasse überholt wird.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
