Die freenet AG ist solide in das neue Geschäftsjahr gestartet. Wie aus der aktuellen Quartalsmitteilung für das erste Quartal hervorgeht, verzeichnete der norddeutsche Telekommunikations- und Medienanbieter deutliche Zuwächse bei den Umsatzerlösen sowie beim Kundenbestand, wenngleich operative Einflüsse das Konzernergebnis erwartungsgemäß dämpften. Generell liegt das Unternehmen aber voll in den eigenen Erwartungen und das ist in Zeiten von globalen Unsicherheiten nicht mehr unbedingt selbstverständlich.
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Kräftiges Umsatzwachstum dank mobilezone-Integration
In den ersten drei Monaten des Jahres kletterten die Konzernumsatzerlöse der freenet AG um deutliche 26,1 Prozent auf 761,9 Millionen Euro (Vorjahr: 604,3 Millionen Euro). Dieser deutliche Sprung resultiert nahezu ausschließlich aus der Integration von mobilezone Deutschland, die zum Jahresende in den Konsolidierungskreis aufgenommen wurde. Das Segment Mobilfunk steuerte hierbei den Löwenanteil von 658,8 Millionen Euro bei (+30,4 Prozent). Parallel dazu sank die Rohertragsmarge strukturbedingt um 7,4 Prozentpunkte auf 31,8 Prozent, da das margenärmere Hardwaregeschäft von mobilezone einen größeren Anteil einnahm.
Operativ wirkte sich zudem plangemäß eine veränderte Vereinbarung mit einem Netzbetreiber dämpfend auf das Ergebnis im Mobilfunkgeschäft aus. Das bereinigte EBITDA (Adjusted EBITDA) lag mit 122,0 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahresniveau von 126,6 Millionen Euro (-3,6 Prozent). Das unbereinigte Konzernergebnis ging um 16,5 Prozent auf 49,4 Millionen Euro zurück.
Starkes Wachstum im TV-Geschäft und gesteigerte Cash-Generierung
Wesentlicher Wachstumstreiber abseits von Akquisitionen bleibt das Segment IPTV. Die Erlöse im TV-Bereich stiegen um 7,7 Prozent auf 52,8 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Adjusted EBITDA) dieser Sparte verbesserte sich sogar um 49,0 Prozent auf 9,0 Millionen Euro. Grund hierfür ist der anhaltende Kundenzustrom bei waipu.tv: Hier konnte die freenet AG im Berichtsquartal netto 42,1 Tausend neue Abo-Kunden hinzugewinnen und die Gesamtbasis auf knapp 1,8 Millionen Abonnenten ausbauen.
Auch im Mobilfunk wuchs die Zahl der wertvollen Postpaid-Kunden moderat um 28,5 Tausend auf insgesamt 8,27 Millionen. Die Vertriebsstrategie legte hierbei bewusst den Fokus auf höhere Margen pro Abschluss anstelle von reinem Mengenwachstum.
Trotz des leichten EBITDA-Rückgangs bewies freenet eine hohe Cash-Generierung : Der Adjusted Free Cashflow stieg im ersten Quartal um 10,4 Prozent auf 85,7 Millionen Euro (Vorjahr: 77,6 Millionen Euro). Dies stärkt die finanzielle Basis und sichert die gewohnt solide Dividendenpolitik des Unternehmens.
Strategie „AI-First“ als Hebel für Effizienz und Kundenbindung
Zukunftsorientiert setzt das Management massiv auf den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Unter dem Leitbild „AI-First“ ist die Technologie fest in der Wertschöpfungskette verankert und kein bloßes Nebenprojekt. Freenet nutzt KI bereits in operativen Anwendungen:
- Ein AI Voice Agent entlastet den Kundenservice.
- Ein AI-Buddy unterstützt das Telesales-Team im Vertrieb.
- Smart Pricing optimiert die datenbasierte Angebotssteuerung.
Die gezielten Investitionen flossen im ersten Quartal unter anderem in den Ausbau dieser KI-Fähigkeiten. Ein spezielles Projekt („AI Transformation Projekt“) zielt zudem mittels KI darauf ab, die Kundenabwanderung (Churn) im Mobilfunkbereich systematisch zu reduzieren.
Jahresprognose 2026 vollauf bestätigt
Auf Fundament der Ergebnisse des ersten Quartals blickt der Vorstand zuversichtlich auf das verbleibende Gesamtjahr. Die bestehende Guidance für das Geschäftsjahr 2026 wurde in allen Punkten bestätigt. Das Management sieht sich operativ bestens aufgestellt, um die temporären Belastungen im Mobilfunkgeschäft aktiv auszugleichen und gleichzeitig von der starken Dynamik im IPTV-Segment zu profitieren.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
