Der US-Halbleiterkonzern Nvidia setzt seine beeindruckende Wachstumsserie fort. Dank der ungebrochen hohen Nachfrage nach spezialisierter Hardware für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) hat das Unternehmen seinen Quartalsumsatz mehr als verdoppelt und die Prognosen der Wall-Street-Analysten deutlich überschritten.
Starke Zahlen und optimistischer Ausblick
Wie das Unternehmen mitteilte, kletterten die Erlöse im abgelaufenen Jahresviertel auf 96,22 Milliarden US-Dollar. Branchenexperten hatten im Schnitt mit knapp vier Milliarden Dollar weniger gerechnet. Auch beim Ergebnis schnitt der Branchenprimus besser ab als prognostiziert: Der bereinigte Gewinn belief sich auf 2,22 US-Dollar je Aktie.
Auch für das laufende dritte Quartal bleibt Nvidia optimistisch. Der Konzern stellt Erlöse von etwa 108 Milliarden US-Dollar in Aussicht und liegt damit über der Konsensschätzung der Analysten von 104,19 Milliarden US-Dollar. An der Börse wurden die Ergebnisse wohlwollend aufgenommen: Die Nvidia-Aktie legte im nachbörslichen Handel um mehr als vier Prozent zu, nachdem sie direkt nach Veröffentlichung der Zahlen kurzzeitig leicht nachgegeben hatte. Die Resultate des Konzerns gelten branchenweit als wichtiger Gradmesser für die Dynamik des gesamten KI-Sektors.
Milliarden-Partnerschaft mit Amazon Web Services
Neben den Geschäftszahlen gab Nvidia eine Vertiefung seiner Kooperation mit der Cloud-Sparte des Online-Riesen Amazon (AWS) bekannt. Finanzchefin Colette Kress bestätigte, dass beide Partner in den Jahren 2027 und 2028 zwei Millionen zusätzliche Nvidia-Grafikprozessoren in die weltweite Serverinfrastruktur von AWS integrieren wollen.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2028 rechnet die Unternehmensführung mit einem Umsatzplus von rund 70 Prozent. Bei der bereinigten Bruttomarge peilt der Konzern im dritten Quartal etwa 74 Prozent an – ein Wert, der leicht unter den Erwartungen mancher Marktbeobachter lag.
Herausforderungen durch China-Geschäft und Rivalen
Trotz der Rekordzahlen hat Nvidia mit gewissen Unsicherheiten zu kämpfen. In seiner Prognose kalkuliert das Management keine Verkäufe von Hochleistungs-Rechenzentrums-Chips nach China ein. Grund dafür sind die anhaltenden Exportbeschränkungen der US-Regierung, die den Handel mit der Volksrepublik erschweren.
Gleichzeitig wächst der Druck durch Wettbewerber und Großkunden. Führende Tech-Konzerne wie Microsoft und Meta planen im laufenden Jahr zwar Investitionen von insgesamt mehr als 730 Milliarden US-Dollar in ihre KI-Infrastruktur. Allerdings investieren sie zunehmend in die Entwicklung eigener Spezialchips, um die Abhängigkeit vom Marktführer zu verringern und Kosten zu senken. Zudem verschärfen etablierte Rivalen wie Intel und AMD ihre Anstrengungen, um Nvidia Marktanteile im lukrativen KI-Segment abzuringen.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
