Der Halbleiter- und Grafikchiphersteller Nvidia [NVDA.O] will seine dominante Position im Markt für Künstliche Intelligenz (KI) weiter ausbauen. Wie der US-Branchendienst The Information unter Berufung auf eine mit den Verhandlungen vertraute Person berichtete, plant der US-Konzern die Übernahme der führenden KI-Plattform Hugging Face. Der Kaufpreis liege bei rund 12,9 Milliarden US-Dollar. Für das von CEO Jensen Huang geführte Unternehmen wäre es eine der bisher größten Übernahmen der Firmengeschichte. Weder Nvidia noch das in New York ansässige Startup Hugging Face gaben auf Anfrage von Medienvertretern zunächst eine offizielle Stellungnahme ab.
Strategischer Vorstoß in das Open-Source-Ökosystem
Mit dem Aufkauf von Hugging Face würde sich Nvidia die Kontrolle über die global wichtigste Anlaufstelle für Entwickler von Open-Source-KI-Modellen und Datensätzen sichern. Die Übernahme erfolgt in einer Phase, in der führende KI-Entwickler wie OpenAI und Anthropic an eigenen Spezialchips arbeiten, um ihre finanzielle und technologische Abhängigkeit von Nvidias Grafikprozessoren (GPUs) zu verringern.
Durch die Eingliederung der Plattform könnte Nvidia den Zugang zu quelloffener Software enger an das eigene Ökosystem knüpfen. Dem Bericht zufolge erzielt Hugging Face derzeit einen Jahresumsatz von rund 150 Millionen Dollar. Der Kaufpreis spiegelt somit vor allem den strategischen Wert des weltweiten Entwickler-Netzwerks wider. Nvidia war bereits 2023 im Rahmen einer Finanzierungsrunde an dem Unternehmen beteiligt. Damals wurde Hugging Face mit 4,5 Milliarden Dollar bewertet.
Rekordzahlen und milliardenschwere Infrastruktur-Initiativen
Die Akquisitionspläne fallen mit exzellenten Geschäftszahlen des Halbleiterriesen zusammen. In seinen aktuellen Quartalsergebnissen wies Nvidia einen Umsatz von 96,22 Milliarden Dollar aus – mehr als eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Treiber des Wachstums bleibt die ungebrochene Nachfrage nach Data-Center-Hardware für KI-Anwendungen. Für das folgende Quartal prognostiziert die Unternehmensführung einen Erlös von rund 108 Milliarden Dollar.
Flankierend baut Nvidia seine strategische Infrastruktur massiv aus. Neben einer erweiterten Partnerschaft mit Amazon mobilisiert das Unternehmen gemeinsam mit weiteren Finanzinvestoren über 500 Milliarden Dollar für den weltweiten Bau und Betrieb neuer Rechenzentren.
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Technikaffin seit den Zeiten von Amiga 500 und C64 – mittlerweile aber eher mit deutlichem Fokus auf die Bereich Mobilfunk und Telekommunikation. Die ersten Artikel im Telco Bereich habe ich bereits 2006 geschrieben, seit dem bin ich dem Thema treu geblieben und nebenbei läuft mittlerweile auch noch ein Telefon- und Smartphone Museum um die Entiwcklung zu dokumentieren.
